{"id":486,"date":"2019-09-03T10:50:00","date_gmt":"2019-09-03T08:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=486"},"modified":"2024-07-19T15:01:51","modified_gmt":"2024-07-19T13:01:51","slug":"daks-newsletter-september-2019-ist-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=486","title":{"rendered":"DAKS-Newsletter September 2019 ist erschienen!"},"content":{"rendered":"\n<p>In der September-Ausgabe unseres Newsletters werfen wir noch einmal einen Blick zur\u00fcck auf die Hauptversammlung von Heckler &amp; Koch, die am 12. Juli 2019 stattgefunden hat. J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, der f\u00fcr die Kritischen Aktion\u00e4re mit dabei gewesen ist, berichtet von der HV, wie auch von den im Umfeld der Versammlung stattfindenden Aktionen. \u2013 Mehr im neuen DAKS-Newsletter!<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine <a href=\"mailto:daks-news@rib-ev.de?subject=Kleinwaffen-%20Newsletter\">Mail<\/a> mit dem Stichwort \u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DAKS-Newsletter September 2019<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcne-L\u00e4nder-Strategie von H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung gezielt ausgehebelt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum den Kritischen Aktion\u00e4r*innen auch bei den folgenden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heckler &amp; Koch-Hauptversammlungen eine zentrale Rolle zukommt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jahreshauptversammlungen (HV) von Unternehmen haben f\u00fcr gew\u00f6hnlich ein Vorspiel der besonderen Art \u2013 zumindest dann, wenn sich kritische Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re zusammenfinden. So stellte ich f\u00fcr die Kritischen Aktion\u00e4r*innen in Heckler &amp; Koch (KA H&amp;K) auch diesmal einen Gegenantrag zur Nichtentlastung des H&amp;K-Vorstands, der bereits zeitig vor der HV auf der Website des Unternehmens ver\u00f6ffentlicht wurde (siehe <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.heckler-koch.com\/de\/ir\/ir-mitteilungen.html).\" target=\"_blank\">https:\/\/www.heckler-koch.com\/de\/ir\/ir-mitteilungen.html).<\/a> [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Am Vorabend der diesj\u00e4hrigen 5. Jahres-HV vom 12. Juli 2019 konnten wir Kritischen Aktion\u00e4r*innen H&amp;K einen immensen Erfolg verbuchen. In den HVs 2017 und 2018 hatten wir noch vergeblich beantragt, Medienvertreter*innen zuzulassen. Quasi zum Ausgleich hatten wir mehreren Journalist*innen mit unseren Aktien Eintritt verschafft. Am Abend des 11. Juli erreichte uns die Nachricht, dass diesmal \u2013 endlich \u2013 Journalist*innen zugelassen sein w\u00fcrden, was wir sofort bundesweit publik machten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Tags darauf nahm das Szenario seinen Lauf. Vor Versammlungsbeginn gedachten wir in einer Schweigestunde der zahlreichen Toten, die ihr Leben durch den Einsatz von H&amp;K-Waffen verloren hatten. Der Tod bedankte sich nachdr\u00fccklich bei den H&amp;K-Verantwortlichen f\u00fcr deren Beihilfe zum Morden in Mexiko und an vielen weiteren Orten der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese dritte Beteiligung Kritischer Aktion\u00e4r*innen an der Hauptversammlung (HV) der Heckler &amp; Koch AG erbrachte mit rund 30 aktiven Teilnehmer*innen au\u00dferhalb der Versammlung und mit rund 20 aktiven Aktion\u00e4r*innen in der Versammlung \u2013 darunter 15 Fragesteller*innen unsererseits \u2013 eine erneute Steigerung der Anzahl redeberechtigter kritischer Aktion\u00e4r*innen (nach 2017 mit sieben und 2018 mit 13 Teilnehmer*innen der KA H&amp;K in der Versammlung). Insgesamt stellten Aktion\u00e4r*innen in der ersten Runde 125 Fragen \u2013 120 davon stammten von uns, zudem die weiteren Fragen bzw. Nachfragen in den Fragerunden 2 und 3. Vorliegende Fragen und Antworten von Alexander Schleicher, Wolfgang Landgraeber, Charlotte Kehne, Clemens Lippok, Ruth Rode, Verena Nerz, Frank Chudoba, Helmut Lohrer, Kathrin Petz, Ulrich Pfaff, Wolfgang Steuer und meinerseits k\u00f6nnen beim RIB e.V. angefordert werden.[2]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fragen wurden unsererseits in nummerierter Reihenfolge gestellt und zumeist von Vorstand und Aufsichtsrat \u2013 wie gew\u00fcnscht \u2013 in der entsprechenden Nummerierung beantwortet. In Runde 1 nicht beantwortete Fragen wurden in den kommenden Fragerunden von uns erneut eingebracht und letztlich auch beantwortet \u2013 allerdings nicht immer in der gew\u00fcnschten Ausf\u00fchrlichkeit und Klarheit. Bei der Beantwortung einiger Fragen wurde auf \u201eGeheimhaltungspflichten\u201c oder \u201elaufende Rechtsverfahren\u201c verwiesen und die Antwort verweigert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heckler &amp; Koch &amp; der VfB Stuttgart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas haben der VfB Stuttgart und Heckler &amp; Koch gemeinsam?\u201c Humorvoll gestellt, traf meine Frage bei der diesj\u00e4hrigen Hauptversammlung von H&amp;K mitten ins Zentrum der Wechselwelt des f\u00fchrenden deutschen Kleinwaffenherstellers und -exporteurs. Gelacht hat \u00fcber Frage und Antwort meinerseits dementsprechend keiner auf dem Podium von Vorstand und Aufsichtsrat.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn einmal mehr waren die Topmanager bei H&amp;K innerhalb von nur zwei Jahren ausgetauscht worden. Aus ungutem Grund: Im Sommer 2017 hatten mit dem H&amp;K-Vorsitzenden Norbert Scheuch und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter John zwei Manager die H&amp;K-B\u00fchne betreten, die frischen Wind in die Jahrzehnte w\u00e4hrende Verkrustung brachten, erstmals unumwunden den Medien f\u00fcr Nachfragen zur Verf\u00fcgung standen und die konsequente Umsetzung der sogenannten \u201eGr\u00fcne-L\u00e4nder-Strategie\u201c garantierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau diese Garantie \u2013 die der Aufsichtsratschef Dieter John mir bei einem pers\u00f6nlichen Anruf seinerseits direkt nach dem Abgang des Vorsitzenden Scheuch erneut best\u00e4tigte \u2013 sollte an diesem Tag an einem entscheidenden Punkt von den neuen H&amp;K-Oberen ausgehebelt werden. Scheuch wurde durch den R\u00fcstungsmanager Jens Bodo Koch ersetzt, John durch den vormaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat \u2013 fortan weht ein anderer Wind.<\/p>\n\n\n\n<p>Kujats Aufgabe ist klar definiert: Der General a.D., der kurz nach der HV zum Aufsichtsratsvorsitzenden gew\u00e4hlt worden ist, soll seine intensiven Kontakte ins Bundesverteidigungsministerium nutzen. Ziel ist, den rund 250 Millionen Euro schweren Beschaffungsauftrag f\u00fcr die 120.000 Nachfolgegewehre der auszumusternden G36 f\u00fcr H&amp;K an Land ziehen \u2013 f\u00fcr H&amp;K angesichts des Finanzdesasters eine \u00dcberlebensfrage.<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Frage, Kujats Einstellung ist ein geschickter Schachzug des H&amp;K-Mehrheitsanteilseigners Andreas Heeschen, der die F\u00e4den hinter den Kulissen zieht und mit Kujat einen versierten Strippenzieher auf den Oberndorfer Lindenhof geholt hat. Heeschen besitzt weit mehr als 50 Prozent aller H&amp;K-Aktien, wie auf der HV in den Unterlagen eingesehen werden konnte. Gro\u00dfaktion\u00e4re siehe [3]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel zu viele gr\u00fcne L\u00e4nder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df der urspr\u00fcnglichen Fassung der \u201eGr\u00fcnen-L\u00e4nder-Strategie\u201c werden zuk\u00fcnftig einzig noch NATO- und EU-Staaten H&amp;K-Waffen erhalten. Die neue H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung hat diese urspr\u00fcnglich eindeutige Festlegung \u2013 ohne Ausnahmen \u2013 mit dieser HV kr\u00e4ftig erweitert und damit massiv aufgeweicht. Neu beliefert werden d\u00fcrfen auch \u201eBrasilien, Chile, Indien, Indonesien, Jordanien, Malaysia, Oman, Singapur und S\u00fcdkorea\u201c. Diese Staaten sollen laut H&amp;K-F\u00fchrung \u2013 trotz teilweise desastr\u00f6ser Menschenrechts- bzw. Sicherheitslage \u2013 \u201ezur Wertegemeinschaft Deutschlands\u201c geh\u00f6ren, u. a. wg. Vertr\u00e4gen mit Europol und\/oder Bundeswehrstandorten.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin: Brasilien unter Bolsonaro und sogar der NATO-Partner T\u00fcrkei werden zuk\u00fcnftig nicht mehr beliefert. Erste Zwischenerfolge auf dem Weg in Richtung R\u00fcstungskonversion und Waffenproduktionsstopp.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positive Medienresonanz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einmal mehr konnten wir uns \u00fcber mangelnden Zuspruch der Medien nicht beklagen. Printmedien informierten bundesweit mit guter bis sehr guter Wahrnehmung der H&amp;K-Hauptversammlung und der Aktivit\u00e4ten der Kritischen Aktion\u00e4r*innen (siehe <em>dpa<\/em>, <em>DER FREITAG<\/em>, <em>DER SONNTAG<\/em>, <em>Handelsblatt<\/em>, <em>Schwarzw\u00e4lder Bote<\/em>, <em>DIE WELT<\/em>, <em>S\u00fcdkurier<\/em>, <em>junge welt<\/em> u.v.a.m.). Auch <em>SWR Fernsehen<\/em>, <em>SWR Radio<\/em> und <em>Deutschlandfunk<\/em> waren vor Ort und berichteten.[4]<\/p>\n\n\n\n<p>Dankenswerterweise koordinierte Tilman Massa von den Kritischen Aktion\u00e4r*innen in K\u00f6ln unsere Pressemitteilungen. Unsere Informationen wurden zudem \u00fcber <em>twitter<\/em> verbreitet von Ruth Rohde f\u00fcr das R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro (RIB e.V.), Michael Schulze von Gla\u00dfer f\u00fcr die DFG-VK, Alexander Lurz f\u00fcr Greenpeace und Andrew Feinstein auf internationaler Ebene \u2013 ein Dank an alle Unterst\u00fctzer*innen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positives Res\u00fcmee mit klarer Aufgabenstellung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Immer mehr entpuppen sich Kritische Aktion\u00e4r*innen als ebenso effiziente wie erfolgreiche Organisationsform, um Licht ins Dunkel der Machenschaften deutscher R\u00fcstungskonzerne zu bringen. Den KA Heckler &amp; Koch ist es mit ihrer Schweigestunde direkt vor der Hauptversammlung gelungen, visuell auf die zahlreichen Opfer des hemmungslosen und teilweise widerrechtlichen Exports von Sturmgewehren nach Mexiko und auch weltweit aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Hauptversammlung gelang es den KA H&amp;K mit den vielfachen Wortbeitr\u00e4gen und weit mehr als 120 Fragen in mehreren Fragerunden, das Unternehmensdesaster von H&amp;K in seiner gesamten Breite aufzuzeigen (siehe hierzu auch den untenstehenden Gegenantrag zur Nichtentlastung des Vorstands) \u2013 was in zahlreichen Medienberichten positiven Widerhall gefunden hat. Die Antworten der H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung waren insgesamt aufschlussreich, nicht immer in erfreulichem Sinne, wie die Marginalisierung der Gr\u00fcne-L\u00e4nder-Strategie ungut belegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als weiterer Erfolg der KA darf die erfreuliche Medienresonanz verbucht werden: So gab die Berichterstattung in den Medien nicht einzig die einseitig positive Darstellung von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Bilanzzahlen 2019 (nicht 2018!) wieder, sondern auch unseren stark kontr\u00e4ren Kenntnisstand in vielerlei Hinsicht. In den kommenden Jahren wird die Bedeutung der KA H&amp;K weiter wachsen: Denn wir werden akribisch recherchieren, welche Menschenrechtsverletzungen 2019 weltweit und eben auch in den ungr\u00fcnen \u201eneuen gr\u00fcnen L\u00e4ndern\u201c mit H&amp;K-Waffen ver\u00fcbt werden. Die kommende HV birgt massiv Z\u00fcndstoff.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>ist Sprecher der Kampagne \u201eAktion Aufschrei \u2013 Stoppt den Waffenhandel!\u201c, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Vorsitzender des R\u00fcstungsInformationsB\u00fcros (RIB e.V.), Sprecher der Kritischen Aktion\u00e4rInnen Daimler (KAD) und Mitbegr\u00fcnder der Kritischen Aktion\u00e4r*innen Heckler &amp; Koch (KAH&amp;K) sowie des GLOBAL NET \u2013 STOP THE ARMS TRADE. Er ist Autor zahlreicher B\u00fccher gegen Waffenhandel. Gr\u00e4sslin wurde mit bislang zehn Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem \u201eGRIMME-Medienpreis\u201c und dem \u201eMarler Medienpreis Menschenrechte\u201c von Amnesty International.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt:<\/strong> Tel.: 0761-7678208, Mob.: 0170-6113759, E-Mail: <a href=\"mailto:graesslin@dfg-vk.de\">graesslin@dfg-vk.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusatzinfos:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[1] Unser Gegenantrag findet sich in mehreren Sprachen (Englisch, Spanisch etc.) auf der Website des GLOBAL NET \u2013 STOP THE ARMS TRADE, siehe <a href=\"http:\/\/www.gn-stat.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gn-stat.org<\/a> > CASE 02 MEXICO.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Die Zusammenstellung der FRAGEN KRITISCHER AKTION\u00c4R*INNEN UND ANTWORTEN DER H&amp;K-GESCH\u00c4FTSF\u00dcHRUNG k\u00f6nnen beim R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro (jg@rib-ev.de) angefordert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Gro\u00dfaktion\u00e4re der H&amp;K AG sind:<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Heeschen (1), Vertreter: Bergemann, Hanns-Friedrich (K\u00f6ln) \u2013 797.350 Aktien in Eigenbesitz<\/p>\n\n\n\n<p>Ignition Finance II B.V., Vertreter: Bergemann (K\u00f6ln) \u2013 3.800.000 Aktien in Eigenbesitz<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsche Bank AG, Vertreter: Habermaas, Volker (Leinfelden-Echterdingen) \u2013 814.225 im Vollmachtbesitz<\/p>\n\n\n\n<p>BNP Paribas Securities Services, Vertr: Martina Klein, Oberndorf \/ Denis Gutmann \u2013 1.240.713 im Vollmachtbesitz<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Heeschen (2), Vertreter: Bergemann (K\u00f6ln) \u2013 15.000.787 Aktien in Eigenbesitz<\/p>\n\n\n\n<p>[4] <em>SWR Fernsehen<\/em>, TV-Bericht in <em>SWR aktuell<\/em> 21:45 Uhr <a href=\"https:\/\/avdlswr-a.akamaihd.net\/swr\/swraktuell\/bw\/tv\/1135708.sm.mp4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/avdlswr-a.akamaihd.net\/swr\/swraktuell\/bw\/tv\/1135708.sm.mp4<\/a> [siehe ab 9:40 Min.] und <em>Deutschlandfunk<\/em>, siehe <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heckler-und-koch-volle-auftragsbuecher-beim-waffenhersteller.766.de.html?dram:article_id=453734\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heckler-und-koch-volle-auftragsbuecher-beim-waffenhersteller.766.de.html?dram:article_id=453734<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wichtige Websites:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.rib-ev.de\">www.rib-ev.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.gn-stat.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gn-stat.org<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.aufschrei-waffenhandel.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.aufschrei-waffenhandel.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.dfg-vk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.dfg-vk.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.kritischeaktionaere.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.kritischeaktionaere.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.juergengraesslin.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.juergengraesslin.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro (RIB e.V.)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>St\u00fchlingerstr. 7, 79106 Freiburg<\/p>\n\n\n\n<p>Tel.: 0761-76 78 088, Fax: 0761-76 78 090<\/p>\n\n\n\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:ribfr@breisnet-online.de\">rib@rib-ev.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkung: Die Zusammenstellung der MEDIENBERICHTE sowie die FRAGEN KRITISCHER AKTION\u00c4R*INNEN UND ANTWORTEN DER H&amp;K-GESCH\u00c4FTSF\u00dcHRUNG k\u00f6nnen beim RIB e.V. angefordert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kritische Aktion\u00e4re<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dachverband Kritische Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re<\/p>\n\n\n\n<p>Postfach 30 03 07, 50773 K\u00f6ln<\/p>\n\n\n\n<p>Pellenzstr. 39 (Hinterhaus), 50823 K\u00f6ln<\/p>\n\n\n\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:dachverband@kritischeaktionaere.de\">dachverband@kritischeaktionaere.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Telefon: 0221-599 56 47, Fax: 0221-599 10 24<\/p>\n\n\n\n<p>*************<\/p>\n\n\n\n<p>Aktion\u00e4r J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Gegenantrag zur Aktion\u00e4rshauptversammlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>der Heckler &amp; Koch AG am 12. Juli 2019<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>zu Punkt 3 der Tagesordnung:<br>\u201eDie Mitglieder des Vorstandes werden nicht entlastet.<\/p>\n\n\n\n<p>Begr\u00fcndung:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aDie Chaostage, die der H&amp;K-Vorstand f\u00fcr 2017 und 2018 verantwortet, haben das Renommee und das Vertrauen in die Zuverl\u00e4ssigkeit der Heckler &amp; Koch AG ins Bodenlose abst\u00fcrzen lassen.\u2018 So lautete die Analyse in einem meiner Gegenantr\u00e4ge f\u00fcr die \u201eKritischen Aktion\u00e4r*innen Heckler &amp; Koch\u201c anl\u00e4sslich der vergangenen Hauptversammlung. Kaum vorstellbar, dass besagte Chaostage in das Katastrophenjahr 2018 m\u00fcnden w\u00fcrden, in dem ein Desaster das n\u00e4chste jagte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 2018 aufgenommene Fremdkapital belief sich offiziell auf rund 231 Millionen Euro. Allerdings sollen die Gesamtverbindlichkeiten 2018 auf 381,7 Millionen Euro geklettert sein \u2013 so der aktuelle Stand im Schuldendesaster (laut <em>WELT.DE <\/em>vom 26.04.2019). Das Gesch\u00e4ftsjahr 2018 f\u00fchrte die H&amp;K AG laut zahlreicher Medienberichte nahe \u201ean die Pleite\u201c, ein Konkurs des Unternehmens werde immer wahr\u001fscheinlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df Jahresbericht wurde das Finanzdesaster durch zwei \u00dcberbr\u00fcckungskredite \u00fcber rund 80 Millionen Euro von einem anonymen Gro\u00dfaktion\u00e4r abgefedert. Andreas Heeschen \u2013 oder wer ist dieser Gro\u00df\u001faktion\u00e4r? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Fragen nach den wahren Besitzern des Unter\u001fnehmens lie\u00dfe sich das Transparenzdesaster beheben \u2013 was aber offensichtlich nicht gewollt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Folge ist das Aktienkursdesaster. Im Juni 2018 senkte die Ratingagentur Moody\u2019s die Bewertung des Oberndorfer Waffenbauers von B3 auf Caa1. Damit sank Heckler &amp; Koch \u201enoch tiefer in den Ramsch\u001fbereich. H&amp;K liegt somit auf dem gleichen Kreditw\u00fcrdigkeitsniveau wie der Irak\u201c, schrieb <em>DIE WELT <\/em>(am 29.06.2018). Laut onvista.de sank der H&amp;K-Aktienkurs in einem Jahr um 29,5 %.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Verzweiflung nahm der Vorstand unter F\u00fchrung des CEO Jens Bodo Koch im Fr\u00fchjahr 2019 drastische Eingriffe vor \u2013 auf Kosten der Mitarbeiter. So wurde u. a. die Arbeitszeit der Besch\u00e4ftigten um 2,5 Stunden pro Woche unbezahlt erh\u00f6ht. Der stellvertretende H&amp;K-Betriebsratsvorsitzende Herr S., der sich dem Arbeitszeitdesaster standhaft entgegenstellte, soll nunmehr gefeuert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren dreht sich das Personalkarussell bei H&amp;K auf Hochtouren. Sogenannte \u201e(Finanz)Exper\u001ften\u201c werden angeheuert und hochgelobt, um alsbald wieder freigestellt zu werden. Die Liste derer, die freiwillig gingen oder gegangen wurden, ist immens lang. H&amp;K-Chef Norbert Scheuch wurde freigestellt, nachdem er u. a. dem <em>SWR <\/em>ein offenes Interview gegeben hatte. Das Personaldesaster gipfelt nunmehr in der Entlassung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter John, der die Kritischen Aktion\u00e4r*innen H&amp;K jederzeit korrekt behandelt und die Gr\u00fcne-L\u00e4nder-Strategie offensiv vertreten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ersetzt wird John nunmehr durch den Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat. Dessen prim\u00e4re Aufgabe scheint zu sein, das existenzgef\u00e4hrdende Beschaffungsdesaster mittels seiner intensiven Kontakte bis in die Beschaffungsebene des BMVg zu beheben. Denn noch immer nicht wurde H&amp;K der Nachfolgeauftrag f\u00fcr das G36-Gewehr zugesprochen \u2013 was zum derzeitigen Kommunikationsdesaster mit der Hardth\u00f6he f\u00fchrte. So wurde Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen seitens H&amp;K vorgeworfen, keine sachkundige und faire Auswahl f\u00fcr das G36-Nachfolgemodell vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin leidet H&amp;K unter einem ebenso verfehlten wie widerrechtlichen R\u00fcstungsexportdesaster vergangener Jahre. Die Spitze dieses gewaltigen Eisberges ist die Verurteilung seitens des Landgerichts Stuttgart im Strafverfahren ab Mai 2018. Im Februar 2019 wurden das Unternehmen \u2013 nach meinen erfolgreichen Strafanzeigen und denen meines Rechtsanwaltes Holger Rothbauer \u2013 zu 3,7 Mio. Euro Strafe verurteilt. Zwei vormalige Mitarbeiter erhielten Bew\u00e4hrungsstrafen wegen des illegalen Exports Abertausender Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Zubeh\u00f6r in verbotene Unruheprovinzen Mexikos. H&amp;K geht in Revision, das Justizdesaster zieht sich hin und m\u00fcndet letztlich in ein weltweites Renommeedesaster \u2013 Medien berichteten national wie international umfassend.<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Fehlsteuerungen und Fehlentwicklungen sind das Ergebnis eines fundamentalen Strategie\u001fdesasters. Denn f\u00fcr ein weiteres Jahr hat es die H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung vers\u00e4umt, die Weichen hin zur R\u00fcstungskonversion, der Umstellung auf eine sinnvolle nachhaltige Fertigung, zu stellen. Stattdessen wird mit H&amp;K-Waffen weiter weltweit tausendfach gemordet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten die Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re der H&amp;K AG: Schlie\u00dfen Sie sich unseren Gegenantr\u00e4gen an und \u00fcbertragen Sie Ihre Stimmrechte auf die \u201eKritischen Aktion\u00e4r*innen Heckler &amp; Koch\u201c, an denen sich neben der Kampagne \u201eAktion Aufschrei \u2013 Stoppt den Waffenhandel!\u201c zahlreiche Organisationen beteiligen (DFG-VK, Ohne R\u00fcstung leben, pax christi, urgewald, GLOBAL NET \u2013 STOP THE ARMS TRADE etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>KONTAKT: cc R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro, RIB e.V., St\u00fchlingerstr. 7, 79106 Freiburg (www.rib-ev.de) oder Dachverband der Kritischen Aktion\u00e4rInnen in K\u00f6ln (<a href=\"http:\/\/www.kritischeaktionaere.de)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.kritischeaktionaere.de)<\/a>.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Siehe: <a href=\"https:\/\/www.heckler-koch.com\/de\/ir\/ir-mitteilungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heckler-koch.com\/de\/ir\/ir-mitteilungen.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der September-Ausgabe unseres Newsletters werfen wir noch einmal einen Blick zur\u00fcck auf die Hauptversammlung von Heckler &amp; Koch, die am 12. Juli 2019 stattgefunden hat. 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