{"id":2623,"date":"2023-09-19T16:19:31","date_gmt":"2023-09-19T14:19:31","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=2623"},"modified":"2023-09-19T16:39:41","modified_gmt":"2023-09-19T14:39:41","slug":"gegen-das-brownwashing-der-nazivergangenheit-von-hk-firmengruender-edmund-heckler-pm-rib","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=2623","title":{"rendered":"Gegen das \u201eBrownwashing\u201c der Nazivergangenheit von H&#038;K-Firmengr\u00fcnder Edmund Heckler &#8211; PM RIB"},"content":{"rendered":"<div class=\"postie-post\">\n<div><b>Erste Stellungnahme des R\u00fcstungsInformationsB\u00fcros (RIB e.V.) zur Forschungsstudie der Gesellschaft f\u00fcr Unternehmensgeschichte (GUG) <\/b><\/p>\n<div class=\"moz-forward-container\">\n<p><b> zur Firmengr\u00fcndung von Heckler &amp; Koch und den Biografien der drei Firmengr\u00fcnder<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">\u201eBrownwashing\u201c der Nazivergangenheit von H&amp;K-Firmengr\u00fcnder Edmund Heckler \/ Firmengr\u00fcnder und Namenspatron E. Heckler war in der Zeit des Nationalsozialismus wichtiges Zahnrad in der NS-Vernichtungsmaschinerie \/ RIB e.V. fordert Konsequenzen<\/span><\/p>\n<p>Die Kritischen Aktion\u00e4r*innen Heckler &amp; Koch und mit ihnen mehrere Friedenorganisationen \u2013 wie das R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro (RIB e.V.), die Deutsche Friedensgesellschaft \u2013 Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Ohne R\u00fcstung Leben (ORL) und pax christi \u2013 haben bei den vergangenen Hauptversammlungen der Heckler &amp; Koch AG wiederholt die braune Vergangenheit des Firmengr\u00fcnders Edmund Heckler in der Zeit des Nationalsozialismus scharf kritisiert.<br \/>\nZu den aktuell publizierten Vorabinformationen der diesbez\u00fcglichen Forschungsstudie der Gesellschaft f\u00fcr Unternehmensgeschichte (GUG) und der gestrigen H&amp;K-Pressemitteilung gilt festzustellen:<\/p>\n<p>\u201eDie GUG-Studie bringt neue Erkenntnisse zu den Machenschaften des H&amp;K-Firmengr\u00fcnders Edmund Heckler ans Tageslicht. Nicht best\u00e4tigt wurde der in Medien erhobene Vorwurf, Heckler sei direkt f\u00fcr das Panzerfaustprojekt bei der NS-Waffenschmiede HASAG verantwortlich gewesen. Desgleichen scheinen die Vorw\u00fcrfe, Heckler habe in dem von ihm geleiteten HASAG-Werk in Taucha KZ-Insassen eingesetzt.<\/p>\n<p>Dagegen wurden andere Vorw\u00fcrfe best\u00e4tigt, die tief blicken lassen:<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0 Edmund Heckler leitete das HASAG-Werk in Taucha und besa\u00df eine Prokura.<br \/>\nDamit war Heckler in f\u00fchrender Position bei einer der bedeutendsten NS-Waffenschmieden t\u00e4tig, die massiv in die systematische Vernichtung von Millionen Menschen durch das NS-Regime involviert war.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0 Der Munitionsexperte Heckler beriet das Unternehmen und war somit am Aufbau der Munitionsfabrikation in der R\u00fcstungsindustrie beteiligt.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0 Edmund Heckler verschwieg nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegen\u00fcber der US-Army, dass Zwangsarbeiter in der HASAG-R\u00fcstungsproduktion eingesetzt waren.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0 Die Gr\u00e4ueltaten an Hunderten von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei der HASAG k\u00f6nnen dem NS-Schergen und sp\u00e4teren NSDAP-Mitglied Edmund Heckler nicht entgangen sein.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0 Nach Kriegsende schrieb Heckler an den B\u00fcrgermeister von Taucha, dass die Versorgung der noch in Taucha verbliebenen H\u00e4ftlinge nicht die Aufgabe des Unternehmens sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Erfreulich klar stellt die GUG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Andrea H. Schneider-Braunberger fest, dass Edmund Heckler f\u00fcr ein Unternehmen aktiv war, das in die Vernichtung von unz\u00e4hligen Menschen involviert war. &#8222;Heckler hat 1936 entschieden, in einem R\u00fcstungsunternehmen unter einem SS-Mann zu arbeiten&#8220;, so Schneider-Braunberger. Gemeint ist die HASAG, bei der mit Generaldirektor Paul Budin \u201eein 100-prozentiger Nationalsozialist an der Spitze\u201c stand. Budin pflegte pers\u00f6nliche Kontakte zum Reichsf\u00fchrer SS, Heinrich Himmler, und berief viele SS-Offiziere auf bedeutende Posten&#8220;.<\/p>\n<p>Genau bei diesem Unternehmen mit diesem Generaldirektor war Edmund Heckler als Werksleiter t\u00e4tig. Nach den bislang vorliegenden Fakten ist der GUG \u2013 zumindest anhand deren Zwischenergebnisse \u2013 vorzuwerfen, dass sie Edmund Heckler \u201eals R\u00e4dchen in einem brutalen Getriebe\u201c sch\u00f6nredet und damit dessen Rolle in der NS-Vernichtungsmaschinerie verharmlost. Die GUG-Historiker bezeichnen Edmund Heckler lediglich als \u201eKarrieristen und Opportunisten, der sich mit seinem Fachwissen in den Dienst der wehrtechnischen Industrie stellte\u201c (siehe Pressemitteilung H&amp;K vom 18.09.2023 als Attachment anbei). Eine solche euphemistische Einsch\u00e4tzung ist wahrlich kein Ruhmesblatt in den fachwissenschaftlichen Analysen der Gesellschaft f\u00fcr Unternehmensgeschichte.<\/p>\n<p>Die GUG l\u00e4sst unerw\u00e4hnt, dass Ohne die all die &#8222;R\u00e4dchen&#8220; wie Edmund Heckler das gesamte NS-R\u00fcstungsgetriebe nicht h\u00e4tte funktionieren k\u00f6nnen. Ohne Opportunisten und Karrieristen wie Heckler w\u00e4re der Tod von Millionen Menschen durch das verbrecherische Regime des NS und die damit verbundene industrielle Vernichtung auch von j\u00fcdischem Leben in Deutschland nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Das R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro fordert Vorstand und Aufsichtsrat der Heckler &amp; Koch AG auf, jetzt die dringend notwendigen Schritte gegen das \u201eBrownwashing\u201c auf den Weg zu bringen:<br \/>\n1.\u00a0\u00a0\u00a0 Die H&amp;K-F\u00fchrung muss nicht nur die Mitschuld der HASAG, sondern auch die des Experten f\u00fcr die Munitionsherstellung Edmund Heckler beim Massenmorden der Nationalsozialisten unumwunden eingestehen.<br \/>\n2.\u00a0\u00a0\u00a0 Die F\u00fchrung der Heckler &amp; Koch AG muss klarstellen, dass H&amp;K-Firmengr\u00fcnder Edmund Heckler Mitverantwortung als Beteiligter der NS-Vernichtungsmaschinerie auf sich geladen hat.<br \/>\n3.\u00a0\u00a0\u00a0 Wollen der heutige H&amp;K-Vorstand und -Aufsichtsrat in ihrem demokratischen Ansinnen ernst genommen werden, darf der Nazischerge Edmund Heckler nicht l\u00e4nger Namenspatron der Heckler &amp; Koch-Gesellschaften sein.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, Vorsitzender RIB e.V., Bundessprecher DFG-VK, Aktivist der Kritischen Aktion\u00e4r*innen Heckler &amp; Koch<\/p>\n<div class=\"moz-signature\">\n<div class=\"moz-signature\">\n<div class=\"moz-signature\">\n<div class=\"moz-signature\">\n<div class=\"moz-signature\">\n<p><a href=\"http:\/\/www.rib-ev.de\" target=\"blank\" rel=\"noopener\">www.rib-ev.de<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.rib-ev.de\/?page_id=180\" target=\"blank\" rel=\"noopener\">Mitglied werden<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"postie-attachments\"><a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/23-09-18-Praes-Ergebnisse-Firmengesch-HK__PM.pdf\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/plugins\/postie\/icons\/silver\/pdf-32.png\" alt=\"pdf icon\" \/> 23-09-18-Praes-Ergebnisse-Firmengesch-HK__PM.pdf<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Stellungnahme des R\u00fcstungsInformationsB\u00fcros (RIB e.V.) zur Forschungsstudie der Gesellschaft f\u00fcr Unternehmensgeschichte (GUG) zur Firmengr\u00fcndung von Heckler &amp; Koch und den Biografien der drei Firmengr\u00fcnder \u201eBrownwashing\u201c der Nazivergangenheit von H&amp;K-Firmengr\u00fcnder Edmund Heckler \/ Firmengr\u00fcnder und Namenspatron E. 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