{"id":1916,"date":"2012-07-14T12:08:00","date_gmt":"2012-07-14T10:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1916"},"modified":"2024-07-19T15:05:08","modified_gmt":"2024-07-19T13:05:08","slug":"daks-newsletter-juli-2012-ist-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1916","title":{"rendered":"DAKS-Newsletter Juli 2012 ist erschienen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie geht es weiter mit dem Arms Trade Treaty? \u2013 Diese Frage ist nach wie vor offen. Robert Lindner (Oxfam Deutschland e.V.) versucht in seinem Beitrag f\u00fcr den neuen DAKS-Newsletter eine Zwischenbilanz zu ziehen. Gleichzeitig gibt er einen umfassenden \u00dcberblick, wie man den Fortgang der Verhandlungen auch aus Deutschland verfolgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kommen schweizer Handgranaten nach Syrien? \u2013 Auch dies ist eine offene Frage. Heinrich Frei gibt in seinem Gastbeitrag einen \u00dcberblick \u00fcber den derzeitigen Kenntnisstand und gibt damit ein Beispiel, weshalb ein Arms Trade Treaty dringend notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Themen, die im neuen DAKS-Newsletter behandelt werden: Ein Hintergrundartikel \u00fcber Deutsche Polizeipistolen, der das \u201eLizenzlexikon\u201c \u00fcber die Waffen von Heckler &amp; Koch abschlie\u00dft. Ein Hintergrundartikel \u00fcber neue Zielfernrohr-Entwicklungen.Und ein \u00dcberblicksartikel \u00fcber Informationsquellen im Internet zum Thema R\u00fcstung und Kleinwaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen<br>(als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine <a href=\"mailto:daks-news@rib-ev.de?subject=Kleinwaffen-Newsletter\">Mail<\/a> mit dem Stichwort<br>\u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arms Trade Treaty: Halbzeit bei UN-Verhandlungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>von Robert Lindner (Oxfam Deutschland e.V.)<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kaum hatte die UN-Verhandlungskonferenz zu einem Abkommen zur Kontrolle des Handels mit konventionellen R\u00fcstungsg\u00fctern (Arms Trade Treaty, kurz: ATT) am 2. Juni in New York begonnen, gab es bereits einen Eklat. Zwei Tage lang dominierte die Aufmerksamkeit anstatt der \u00fcblichen Ministerstatements ein bizarrer Streit zwischen einigen UN-Mitgliedern um den Delegationsstatus der Pal\u00e4stinenser und des Heiligen Stuhls. Als Folge fand leider die Er\u00f6ffnungsrede von Ban Ki-moon nicht die verdiente Beachtung. \u201eDie Welt ist \u00fcberr\u00fcstet und der Friede ist unterfinanziert\u201c, sagte der UN-Generalsekret\u00e4r und beklagte die vielen Opfer als Folge fehlender Waffenhandelskontrollen. Ban forderte ein robustes und rechtlich verbindliches Abkommen, das insbesondere wirksame Genehmigungskriterien auf Basis der Menschenrechte und des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts beinhalten m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>600.000 Stimmen f\u00fcr starken ATT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ban Ki-moon bedankte sich in seiner Rede auch ausdr\u00fccklich bei den Organisationen der Zivilgesellschaft f\u00fcr ihre unerm\u00fcdliche Unterst\u00fctzung des ATT-Prozesses. Tags zuvor hatte er von Aktivist\/innen der \u201eControl Arms\u201c-Kampagne \u00fcber 600.000 symbolische \u201eStimmen\u201c aus aller Welt f\u00fcr ein striktes Kontrollabkommen entgegengenommen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nach der H\u00e4lfte der vier Sitzungswochen erscheint das Ergebnis noch v\u00f6llig offen. Es liegt bereits ein neues Diskussionspapier des Vorsitzenden der \u201eNegCon\u201c, Roberto Garc\u00eda Morit\u00e1n vor. Es f\u00e4llt leider in manchen wichtigen Punkten deutlich hinter das Vorg\u00e4ngerpapier zur\u00fcck \u2013 es wird also noch viel Arbeit f\u00fcr ATT-freundliche Staaten und Nichtregierungsorganisationen (NRO) n\u00f6tig sein, um ein gutes Ergebnis zu sichern. In den kommenden zwei Wochen soll in getrennten Arbeitsgruppen zu den einzelnen Abschnitten und Inhalten eines Vertragsdokumentes (allgemeine Ziele, Pr\u00e4ambel\/Prinzipien, Regelungsumfang\/Scope, Genehmigungskriterien, Implementierung, Schlussbestimmungen) verhandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zivilgesellschaft unerw\u00fcnscht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Druck einer kleinen Minderheit von Staaten wurde zu Beginn der ersten Woche beschlossen, die H\u00e4lfte der formellen Sitzungen hinter geschlossenen T\u00fcren abzuhalten \u2013 unabh\u00e4ngige und kritische Beobachter sind praktisch nicht mehr erw\u00fcnscht. Dies ist ein Affront nicht nur gegen die zahlreich angereisten Zivilgesellschaftsvertreter\/innen, sondern auch gegen den UN-Generalsekret\u00e4r, der zu Beginn der Konferenz deren bedeutende Rolle betont hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngige Beobachter k\u00f6nnen sich seither kein umfassendes Bild mehr von den Entwicklungen im Konferenzsaal machen. Dennoch scheinen sich bereits einige inhaltliche Konflikte zwischen den Delegationen abzuzeichnen, etwa um den Umfang der zu kontrollierenden G\u00fcter (vor allem Munition ist weiterhin umstritten) und die Frage der Genehmigungskriterien wie z.B. die Menschenrechtslage, Achtung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Empf\u00e4ngerland.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Statements, die von Delegationen zu Protokoll gegeben worden sind, k\u00f6nnen bereits von der offiziellen Konferenzwebsite abgerufen werden, \u00f6ffentliche Sitzungen werden in einem Livestream \u00fcbertragen. Der Link dorthin und zu weiteren Websites mit aktuellen Informationen rund um die Verhandlungen sind im Folgenden aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Abschlussbericht zu den ATT-Verhandlungen folgt in der n\u00e4chsten Ausgabe des DAKS-Newsletters.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aktuelle Informationen im Internet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Offizielle Website der UN-Konferenz:<\/strong><a href=\"http:\/\/www.un.org\/disarmament\/ATT\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.un.org\/disarmament\/ATT<\/a>: Konferenzdokumente, Livestream, Veranstaltungstermine. (von UN Office of Disarmament Affairs \/ UNODA)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arms Trade Treaty Monitor Blog:<\/strong><a href=\"http:\/\/attmonitor.blogspot.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/attmonitor.blogspot.de\/<\/a>: Aktuelle Berichte und Kommentare zu den UN-Verhandlungen. (u.a. von Reaching Critical Will, IANSA und anderen NRO)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Control Arms Blog:<\/strong><a href=\"http:\/\/controlarmsblog.posterous.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/controlarmsblog.posterous.com\/<\/a>: Aktuelle Kommentare, Videos, Berichte zu Aktionen zu den ATT-Verhandlungen. (von \u201eControl Arms\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Control Arms Website: <\/strong><a href=\"http:\/\/www.controlarms.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.controlarms.org<\/a>: Weitere Informationen der \u201eControl Arms\u201c-Kampagne. (von Oxfam, Amnesty International, IANSA und anderen NRO)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Armstreaty.org:<\/strong><a href=\"http:\/\/armstreaty.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/armstreaty.org\/<\/a>: Datenbank mit Ausz\u00fcgen aus bisherigen Positionen einzelner Staaten zu verschiedenen ATT-Themen wie z.B. Einbeziehung von Menschenrechten, Entwicklung, Brokering, Kleinwaffen, ATT-Implementierung usw. (von \u201eControl Arms\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reaching Critical Will: <\/strong><a href=\"http:\/\/reachingcriticalwill.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/reachingcriticalwill.org<\/a>: Umfangreiche Informationen zu den UN-Verhandlungen zum Arms Trade Treaty und anderen UN-R\u00fcstungskontrollprozessen. (von \u201eReaching Critical Will\u201c, ein Projekt der Women\u2019s International League for Peace and Freedom, das zu den ATT-Verhandlungen mit \u201eControl Arms\u201c kooperiert<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Twitter:<\/strong> Aktuelle Kurzmeldungen live von den Verhandlungen z.B. von: @controlarms, @ArmsTreaty, v.a. unter den Hashtags: #armstreaty und #controlarms.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schweizer Handgranaten der RUAG in Syrien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von Heinrich Frei, Z\u00fcrich<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eSonntagsZeitung\u201c aus Z\u00fcrich berichtete am 1. Juli 2012: \u201eDie Freie Syrische Armee setzt im Kampf gegen das Regime von Pr\u00e4sident Baschar al-Assad Schweizer Handgranaten ein.\u201c Die Beh\u00f6rden der Schweiz nehmen heute an, dass diese Handgranaten in Syrien aus einer Lieferung an die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Jahr 2003 stammen. Damals sind insgesamt 225.162 Handgranaten durch den bundeseigenen R\u00fcstungskonzern RUAG an die Armee der Emirate ausgef\u00fchrt worden. Die Regierung dieses Staates hatte allerdings damals eine Nichtwiederausfuhr-Erkl\u00e4rung unterzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 2005 hatten die Vereinigten Arabischen Emirate 40 Panzerhaubitzen aus der Schweiz nach Marokko exportiert, obwohl sie auch damals eine Erkl\u00e4rung unterzeichneten, die Waffen nicht wieder auszuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen im letzten Jahr schossen libysche Aufst\u00e4ndische mit Nato-tauglicher Gewehrmunition M80. Herstellerin dieser Munition war die Schweizer RUAG Ammotec in Thun.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stopp der Kriegsmaterialexporte nach den Arabischen Emiraten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil die Beweislage der Handgranatenlieferung noch ungesichert ist, verf\u00fcgten die Schweizer Beh\u00f6rden nur einen provisorischen Exportstopp f\u00fcr Kriegsmaterial nach den Arabischen Emiraten. Das Exportverbot f\u00fcr Kriegsmaterial trifft auch die Stanser Flugzeugwerke Pilatus. Die 25 Pilatus-Flugzeuge, die die Arabischen Emirate bei Pilatus f\u00fcr 500 Millionen Schweizerfranken (417 Mio. Euro) bestellt hatten, sind jedoch bereits ausgeliefert. Offen ist nur noch die Lieferung von Ersatzteilen, Software sowie Unterhalts- und Garantieleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lieferant der Handgranaten: Internationaler Technologiekonzern RUAG<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der bundeseigene RUAG-Konzern hat auch Produktionsst\u00e4tten in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschland<\/a> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberpfaffenhofen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oberpfaffenhofen<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamburg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hamburg<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berlin<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sulzbach-Rosenberg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sulzbach-Rosenberg<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%BCrth\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">F\u00fcrth<\/a>), <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweden<\/a> (\u00c5motfors, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Link%C3%B6ping\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Link\u00f6ping<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%B6teborg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G\u00f6teborg<\/a>), <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ungarn\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ungarn<\/a> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Sirok&amp;action=edit&amp;redlink=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sirok<\/a>), <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96sterreich\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00d6sterreich<\/a> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wien\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wien<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berndorf_%28Nieder%C3%B6sterreich%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berndorf<\/a>) und in den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigte_Staaten\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vereinigten Staaten<\/a> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Los_Angeles\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Los Angeles<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tampa\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tampa<\/a>). 48 Prozent des Umsatzes erzielt die RUAG auf dem zivilen Sektor und 52 Prozent auf dem milit\u00e4rischen.<\/p>\n\n\n\n<p>Homepage der RUAG: \u201eDie RUAG Gruppe ist ein internationaler Technologiekonzern f\u00fcr Aerospace (Luft- und Raumfahrt) und Defence (Sicherheits- und Wehrtechnik) mit Produktionsstandorten in der Schweiz, Deutschland, Schweden, \u00d6sterreich, Ungarn und den USA. Mit 53% erzielt die RUAG Gruppe heute mehr als die H\u00e4lfte des Nettoumsatzes ausserhalb des Schweizer Heimmarktes [\u2026].\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die RUAG \u201eist international mit Technologiepartnern wie Airbus, ASML, Astrium, Boeing, Bombardier, Dassault, European Space Agency (ESA), Hilti, Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall vernetzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Strenges Gesetz wird nicht eingehalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Schweizer Kriegsmaterialexport-Gesetz gilt im internationalen Vergleich als eines der strengsten. Das Gesetz untersagt die Lieferung von Kriegsmaterial an Staaten, die in interne oder internationale bewaffnete Konflikte verwickelt sind, an L\u00e4nder, in denen es zu systematischen und ernsthaften Verletzungen der Menschenrechte kommt, oder wo Waffen gegen die Zivilbev\u00f6lkerung zum Einsatz kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Praxis: Von 1975 bis 2011 exportierte die Schweiz f\u00fcr 14,941 Milliarden Franken (12,45 Mrd. Euro) Kriegsmaterial, laut der offiziellen Statistik des Bundes. Zu einem grossen Teil gingen diese Ausfuhren an Krieg f\u00fchrende Staaten, in Spannungsgebiete, an menschenrechtsverletzende Regimes und an arme L\u00e4nder in der Dritten Welt, in denen Menschen hungern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lizenzlexikon Heckler &amp; Koch: Die Pistolen P2000 und P30<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jahrzehnte lang verwendete James Bond eine Walther-Pistole Modell PPK als Dienstwaffe. Und auch heute verwendet er eine Waffe von Walther, n\u00e4mlich eines der Nachfolgemodelle der PPK, die P99, wie sie auch von der Polizei in einigen deutschen Bundesl\u00e4ndern verwendet wird. Die Verwendung bei Hollywood kann jedoch nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass nicht die Waffen des deutschen Kleinwaffen-Herstellers Walther, sondern diejenigen des \u00f6sterreichischen Produzenten Glock \u2013 weltweit betrachtet \u2013 zu den wohl am h\u00e4ufigsten genutzten Polizei-Dienstwaffen geh\u00f6ren. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind fast schon banal: Die Entwicklung der P99 von Walther, aber in ganz \u00e4hnlicher Weise auch der P2000 und P30 von Heckler &amp; Koch, wurde durch die Ausschreibungen der deutschen Polizeien motiviert. Aussehen und Funktionsweise der entsprechenden Waffen orientieren sich ausschlie\u00dflich an der entsprechenden <a href=\"http:\/\/www.pfa.nrw.de\/PTI_Internet\/pti-intern.dhpol.local\/WG\/Regelungen\/Pistolen\/TR_01_08\/TR-Pistole_31-01-08.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Technischen Richtlinie<\/a>, wie sie vom Polizeitechnischen Institut der Deutschen Hochschule der Polizei formuliert worden ist. Entstanden sind auf diese Weise einzigartige Waffen, die vollst\u00e4ndig auf die Bed\u00fcrfnisse der deutschen Polizei und ihre Einsatzrichtlinien zum Schusswaffengebrauch zugeschnittensind. Um die Waffen f\u00fcr einen breiteren Markt \u2013 etwa im Bereich des Milit\u00e4rs und der milit\u00e4rischen Spezialeinheiten \u2013 attraktiv zu machen, sind h\u00e4ufig erst Anpassungen notwendig, die die Entwicklungs- und Produktionskosten erh\u00f6hen. So verwendet die Bundeswehr zwar Pistolen von Heckler &amp; Koch, diese wurden jedoch den anderen Einsatz-Bedingungen und -Szenarien angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Situation f\u00fchrt zu drei Konsequenzen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Waffenmodelle ausl\u00e4ndischer Hersteller haben auf dem deutschen Markt f\u00fcr Dienstwaffen faktisch keine Chance. In der Praxis ist die Technische Richtlinie somit ein Instrument, das den deutschen Waffenmarkt nach au\u00dfen abschottet. Aktuell werden in den verschiedenen deutschen Polizei-Beh\u00f6rden Waffen von exakt drei verschiedenen Kleinwaffen-Herstellern verwendet. Und alle drei kommen aus Deutschland:<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>SIG Sauer mit Sitz in Eckernf\u00f6rde hat vor allem in der Vergangenheit zahlreiche Beh\u00f6rden beliefert. Aktuell gibt es nur noch einige Altvertr\u00e4ge mit ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern, die diese Waffen noch nicht ausgemustert und durch neue Modelle ersetzt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbreitung von SIG Sauer-Pistolen in deutschen Beh\u00f6rden<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Beh\u00f6rde<\/td><td>Pistolen-Modell<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Berlin<\/td><td>P6 und P226<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Brandenburg<\/td><td>P226<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Mecklenburg-<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>VorpommernP6Polizei Sachsen-AnhaltP6<\/p>\n\n\n\n<p>Walther mit Sitz in Ulm hat seine Pistole P99 in engster Abstimmung mit den deutschen Polizei-Beh\u00f6rden entwickelt und konnte eine Reihe von Ausschreibungen f\u00fcr sich gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbreitung von Walther-Pistolen in deutschen Beh\u00f6rden<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Beh\u00f6rde<\/td><td>Pistolen-Modell<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Bremen<\/td><td>P99Q<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Hamburg<\/td><td>P99Q<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Nordrhein-Westfalen<\/td><td>P99DAO<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Rheinland-Pfalz<\/td><td>P99Q<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Schleswig-Holstein<\/td><td>P99Q<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Heckler &amp; Koch mit Sitz in Oberndorf schlie\u00dflich konnte mit seinen Modellen P2000 und P30 ebenfalls einige Ausschreibungen gewinnen und h\u00e4lt nach wie vor einige Altvertr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbreitung von Heckler &amp; Koch-Pistolen in deutschen Beh\u00f6rden<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Beh\u00f6rde<\/td><td>Pistolen-Modell<\/td><\/tr><tr><td>Bundespolizei<\/td><td>P30<\/td><\/tr><tr><td>Zoll<\/td><td>P30<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Baden-W\u00fcrttemberg<\/td><td>P2000<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Bayern<\/td><td>P7<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Hessen<\/td><td>P30<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Niedersachsen<\/td><td>P2000<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Saarland<\/td><td>P10<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Sachsen<\/td><td>P10<\/td><\/tr><tr><td>Polizei Th\u00fcringen<\/td><td>P10<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><li>Die enge Orientierung an den deutschen Einsatzrichtlinien und der deutschen Polizei-Kultur f\u00fchrt dazu, dass es f\u00fcr die Hersteller dieser Waffen ein Ereignis darstellt, wenn ausl\u00e4ndische Polizei-Dienststellen als Kunden gewonnen werden k\u00f6nnen. So haben die Waffen von Walther auf dem internationalen Beh\u00f6rden-Markt bisher keine substantielle Verbreitung gefunden. Heckler &amp; Koch war im Vergleich dazu verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig erfolgreich: Die Pistole P2000 wird seit einigen Jahren von der Customs and Border Protection und der United States Border Patrol verwendet und die P30 gewann eine Ausschreibung der Z\u00fcricher Kantonspolizei. Hinzu kommt, dass die erw\u00e4hnten milit\u00e4rischen Modellvarianten ebenfalls einen gewissen Kundenkreis gewinnen konnten. Exporte in die USA, nach Griechenland und Pakistan sind bekannt. Verk\u00e4ufe an andere L\u00e4nder lassen sich bedingt durch die nur sehr l\u00fcckenhaft vorhandenen Informationen nicht rekonstruieren. Lediglich SIG Sauer konnte mit seinen Waffen und insbesondere mit den Modellen P229, P232, P239 und P250 zahlreiche Verk\u00e4ufe in den USA t\u00e4tigen. Angaben des Unternehmens zufolge sollen rund 30 % aller US-Polizisten Waffen von SIG Sauer f\u00fchren. Dies gelang jedoch nur, weil das Unternehmen sich entschlossen hat, eine Exportstrategie zu verfolgen und den deutschen Beh\u00f6rden-Markt mit dessen Technischen Richtlinien nicht zu beachten. In Konsequenz hieraus ist es SIG Sauer in den vergangenen Jahren nicht mehr gelungen, Vertr\u00e4ge mit deutschen Beh\u00f6rden abzuschlie\u00dfen.<\/li><li>Gerade weil die deutschen Kleinwaffen-Hersteller die Waffen f\u00fcr den deutschen Beh\u00f6rden-Markt entwickeln und daher wissen, dass sie mit ihren Produkten auf dem internationalen Markt kaum eine Chance haben, ringen sie hart miteinander um die jeweiligen Auftr\u00e4ge. Mehrfach musste deshalb bereits die Vergabe von Dienstwaffen neu ausgeschrieben werden, weil insbesondere Heckler &amp; Koch gegen die jeweiligen Entscheidungen Rechtsmittel eingelegt hatte (siehe <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DAKS-Newsl-2009-11.pdf\">DAKS-Newsletter 11\/2009<\/a>). Diese Strategie wendet das Unternehmen mittlerweile auch bei internationalen Ausschreibungen an: Heckler &amp; Koch klagte gemeinsam mit seinem Konkurrenten Walther gegen die <a href=\"http:\/\/www.rijksoverheid.nl\/nieuws\/2011\/01\/27\/nieuw-pistool-voor-nederlandse-politie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Entscheidung<\/a> der niederl\u00e4ndischen \u201eRijksoverheid\u201c zum Kauf einer neuen Polizei-Pistole, die auf dem Modell der P250 von SIG Sauer basieren sollte. Ohne dass es zu einem formalen Prozess gekommen w\u00e4re, war das Vorgehen so weit erfolgreich, da das niederl\u00e4ndische Innenministerium den Vorvertrag mit SIG Sauer zwischenzeitlich wieder <a href=\"http:\/\/www.rijksoverheid.nl\/nieuws\/2011\/11\/08\/nieuw-politiepistool-afgekeurd.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aufgel\u00f6st<\/a> hat. Wer nun zum Zuge kommen wird, ist noch nicht bekannt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Unter diesen Vorzeichen ist klar, dass das Thema Lizenzproduktion im Bereich von Pistolen bisher keine Rolle spielt. Ob das so bleibt oder ob Heckler &amp; Koch mittelfristig Produktionslizenzen anbieten wird, um seine Chancen bei internationalen Ausschreibungen zu vergr\u00f6\u00dfern, bleibt abzuwarten. Sicher ist in diesem Zusammenhang nur eines: Sollte jemals eine Lizenz vergeben werden, dann wird dies in der \u00d6ffentlichkeit nicht bemerkt werden. Pistolen, wie sie von der Polizei verwendet werden, sind aus Sicht des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KWKG) nichts anderes als \u201eJagd- und Sportwaffen\u201c, deren Export in der Regel pauschal genehmigt wird. Unter diesen Umst\u00e4nden d\u00fcrfte es sehr schwierig werden, einen entsprechenden Export auch nur mitzubekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine neue Generation von Zielfernrohren: Horus Vision<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Schu\u00df ein Treffer \u2013 diese Redewendung beschreibt den Traum vieler Milit\u00e4rs. Um wie viel einfacher w\u00e4re die Logistik des Nachschubs zu organisieren, wenn gar nicht so viel Material ben\u00f6tigt w\u00fcrde, weil die Kampftruppen die vorhandenen Waffen und Munition unglaublich effizient einsetzen k\u00f6nnen. Um wie viel leichter w\u00e4re der Kampf selbst, wenn der Feind effizient bek\u00e4mpft und get\u00f6tet werden w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn dieser Satz bis heute ein \u201eTraum\u201c geblieben wird, dann liegt das vor allem an der Komplexit\u00e4t des Schie\u00dfens. Nat\u00fcrlich kann man die jeweilige Waffe \u201eoptimieren\u201c und nat\u00fcrlich kann man den einzelnen Soldaten viel Zeit zum \u00dcben geben. Und dennoch, damit ein Schuss zu einem Treffer wird, m\u00fcssen drei Systeme zusammenspielen: Die Waffe muss funktionieren, der Sch\u00fctze muss in ihrem Umgang ge\u00fcbt und in der Lage sein, Umwelteinfl\u00fcsse (Entfernung, Au\u00dfentemperatur, Windgeschwindigkeit etc.) beim Zielen mitzuber\u00fccksichtigen. Und schlie\u00dflich muss das Zielger\u00e4t die Entscheidungen des Sch\u00fctzen m\u00f6glichst genau an die Waffe kommunizieren. Es ist dieser letzte Schritt, das Zielger\u00e4t, auf dem in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit vieler Milit\u00e4rtechniker lag. Die Entwicklung der Granatwaffe XM-25, das in der Lage ist einzel-programmierbare Granaten zu verschie\u00dfen, ist vor diesem Hintergrund zu sehen. In das Zielger\u00e4t wurde ein Entfernungsmessger\u00e4t integriert. Mit dessen Hilfe berechnet ein kleiner Computer die Flugzeit, die die einzelne Granate bis zum anvisierten Zielpunkt ben\u00f6tigt, und programmiert \u00fcber eine Schnittstelle einen Zeitz\u00fcnder in der zu verschie\u00dfenden Granate. Nach Erreichen des Ziels verrichtet dieser sein Werk (mehr dazu und zu vergleichbaren Entwicklungen im <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DAKS-Newsl-2009-10.pdf\">DAKS-Newsletter 10\/2009<\/a>). Mittlerweile scheint es, als w\u00fcrde diese Entwicklung \u2013 in angepasster Form \u2013 auch den Bereich der \u201enormalen\u201c Kleinwaffen erreichen. In diese Richtung deutet jedenfalls die neueste Generation von Zielfernrohren, wie sie etwa von der US-amerikanischen Firma <a href=\"http:\/\/www.horusvision.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Horus Vision<\/a> entwickelt und vermarktet wird. Neu an diesen Ger\u00e4ten ist zun\u00e4chst nur das Design des Fadenkreuzes, das anders als die von der deutschen Firma Hensold entwickelte Zieloptik des Schnellfeuergewehrs G36 \u00fcber eine Vielzahl an schachbrettartig angeordneten Zielpunkten verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee hinter dieser Neuerung ist bestechend und wird im Rahmen eines <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nozqCTcLO5o\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Demo-Videos<\/a> (auf Englisch) demonstriert. Das herk\u00f6mmliche Fadenkreuz-Design erlaubt dem Sch\u00fctzen lediglich das gezielte Schie\u00dfen im Rahmen einer vorher festgelegten Schussdistanz. \u00dcber- oder unterschreitet er diese, muss er mehr oder weniger intuitiv entscheiden, wie hoch oder tief er den Zielpunkt neu ansetzt. Bei der Zieloptik von Horus Vision ist das anders. Verf\u00fcgt der Sch\u00fctze \u00fcber einen Entfernungs- und Windmesser, kann er mit Hilfe einer ebenfalls von Horus Vision vertriebenen Software berechnen, welchen Zielpunkt er verwenden muss, um das anvisierte Ziel auch wirklich zu treffen. (Das Demo-Video veranschaulicht den Ablauf). Es d\u00fcrfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Entfernungsmessung und Flugbahnberechnung in das Zielger\u00e4t integriert werden werden. \u2013 Schon jetzt beliefert Horus Vision Einheiten des US-Milit\u00e4rs mit seiner neuen Zielhilfe, ein interessierter, potentieller Finanzgeber um diese Integration zu entwickeln, ist also schon in Sicht. \u2013 Der Vision von \u201ejeder Schu\u00df ein Treffer\u201c d\u00fcrften die Entwickler des Milit\u00e4rs dann einen betr\u00e4chtlichen Schritt n\u00e4her gekommen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Informationen \u00fcber R\u00fcstung? \u2013 heute im Internet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An die legend\u00e4re <a href=\"http:\/\/www.antimilitarismus-information.de\/home\/uber.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ami<\/a> (antimilitaristische informationen) kommen die heutigen Publikationen nicht so leicht heran, aber es gibt doch einige neue Informationsm\u00f6glichkeiten im Internet und in einigen, mittlerweile zusammenger\u00fcckten Archiven und Organisationen. So bekommt man etwa beim <a href=\"http:\/\/bits.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BITS<\/a> (Berliner Informationszentrum f\u00fcr Transatlantische Sicherheit) seit 1991 stets fundierte Texte, die von Otfried Nassauer und MitarbeiterInnen geschrieben werden. Die DFG-VK in ihrer Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.dfg-vk.de\/material\/verbandszeitungen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ZivilCourage<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AG Friedensforschung<\/a> (Friedensratschlag Kassel) berichten immer wieder \u00fcber R\u00fcstungsthemen, ebenso wie die Publikationen von <a href=\"http:\/\/www.friedensdienst.de\/Ohne-Ruestung-Leben.93.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ohne R\u00fcstung Leben<\/a> (demn\u00e4chst mit eigener Internetseite!). <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/informieren\/waffenhandel#nachricht-2930\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oxfam<\/a> informiert seit vielen Jahren umfassend zu den ATT-Verhandlungen. Die <a href=\"http:\/\/www3.gkke.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GKKE<\/a> (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung) gibt jedes Jahr einen eigenen R\u00fcstungsexportbericht heraus. Das <a href=\"http:\/\/www.bicc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BICC<\/a> (Bonn International Center for Conversion) betreibt Konversions- und Konfliktforschung. Das <a href=\"http:\/\/www.rib-ev.de\/\">RIB<\/a> (R\u00fcstungsInformationsB\u00fcro, mit Sitz in Freiburg) beherbergt heute das gr\u00f6\u00dfte R\u00fcstungsexportarchiv in der BRD und wohl weit dar\u00fcber hinaus, hier k\u00f6nnen Anfragen zu Firmen und Exporten gestellt werden. Aktuelle Infos zur Kampagne f\u00fcr ein Waffenexportverbot im Grundgesetz gibt es auf der Website von \u201e<a href=\"http:\/\/www.aufschrei-waffenhandel.de\/Heckler-Koch-aktuelle-Info.127.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aktion Aufschrei<\/a>\u201c. Auch einige Bundestagsabgeordnete behandeln das Thema kritisch, so erstellen die MitarbeiterInnen von Jan van Aken (DIE LINKE) seit einiger Zeit ein \u201e<a href=\"http:\/\/www.waffenexporte.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waffenexport-Telegramm<\/a>\u201c. F\u00fcr die Region <a href=\"http:\/\/www.waffenvombodensee.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bodensee<\/a> gibt es eine Internetseite mit Hinweisen auf konkrete Firmen und Waffentypen. F\u00fcr die Schweiz m\u00fcssen die <a href=\"http:\/\/www.gsoa.ch\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GSOA<\/a> (Gruppe f\u00fcr eine Schweiz ohne Armee) und der <a href=\"http:\/\/www.friedensrat.ch\/friedensrat\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweizer Friedensrat<\/a> genannt werden, von diesen Organisationen werden auch immer wieder deutsche R\u00fcstungsexporte thematisiert. <a href=\"http:\/\/www.tdh.de\/was-wir-tun\/arbeitsfelder\/krieg-und-flucht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Terre des hommes<\/a> berichtet \u00fcber den Zusammenhang von Kindersoldaten und Kleinwaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher fehlen jetzt viele in dieser Liste, sie ist nicht vollst\u00e4ndig. Das ist aber auch gut, denn es bedeutet, dass sich viele Menschen gegen R\u00fcstungsproduktion und Waffenexporte engagieren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie geht es weiter mit dem Arms Trade Treaty? \u2013 Diese Frage ist nach wie vor offen. Robert Lindner (Oxfam Deutschland e.V.) versucht in seinem Beitrag f\u00fcr den neuen DAKS-Newsletter eine Zwischenbilanz zu ziehen. Gleichzeitig gibt er einen umfassenden \u00dcberblick, wie man den Fortgang der Verhandlungen auch aus Deutschland verfolgen kann. 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