{"id":1779,"date":"2014-12-20T15:14:00","date_gmt":"2014-12-20T14:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1779"},"modified":"2024-07-19T15:04:17","modified_gmt":"2024-07-19T13:04:17","slug":"daks-newsletter-dezember-2014-ist-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1779","title":{"rendered":"DAKS-Newsletter Dezember 2014 ist erschienen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Frohe Weichnachten 2014! \u2013 Und bis dahin: einiges \u00fcber den R\u00fcstungsexportbericht der GKKE, das G36-Gewehr in Mexiko und ein Hintergrundbericht \u00fcber Graphische Literatur und Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine <a href=\"mailto:daks-news@rib-ev.de?subject=Kleinwaffen-Newsletter\">Mail<\/a> mit dem Stichwort \u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>NL Dezember 2014<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der GKKE-R\u00fcstungsexportbericht 2014 ist erschienen \u2013 und jetzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Nachricht und ihre Folgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung des GKKE-Berichts zog ein gro\u00dfes Medienecho nach sich. Alle gro\u00dfen und viele kleine Zeitungen berichteten dar\u00fcber, doch so einhellig \u00fcber den Bericht geschrieben wird, so unterschiedlich werden seine Kernthesen zusammengefasst. Aus Sicht der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/gkke-kritisiert-waffenlieferung-an-peschmerga-in-nordirak-13307701.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Frankfurter Allgemeinen<\/a> etwa hat die GKKE die deutschen Waffenlieferungen in den Nordirak \u201escharf kritisiert\u201c. Laut <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruestungsexportbericht-der-kirchen-deutsche-waffen-fuer.1818.de.html?dram:article_id=305545\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschlandfunk<\/a> zeigte die GKKE \u201eVerst\u00e4ndnis [\u2026] f\u00fcr die Lieferung von Waffen aus Bundeswehr-Best\u00e4nden an kurdische Einheiten im Nordirak\u201c. Laut <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ruestungsexporte-kirchen-loben-rueckgang-von-kleinwaffenexporten\/11091654.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tagesspiegel<\/a> bescheinigt der GKKE-Bericht Sigmar Gabriel, \u201eauf dem richtigen Weg\u201c zu sein und eine Trendwende in der deutschen R\u00fcstungsexportkontrollpolitik herbeizuf\u00fchren. Dies gelte, da insbesondere der Export von Kleinwaffen r\u00fcckl\u00e4ufig sei. Laut <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/region\/sauer-und-siegerland\/kirchen-kritisieren-waffenhandel-aimp-id10125983.html#plx1772744020\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">WAZ<\/a> kritisiert die GKKE die Bundesregierung, da \u201eeine Trendwende in der R\u00fcstungsexportpolitik noch aus[stehe]\u201c, dabei habe die GKKE dargelegt, dass \u201edie Ausfuhr kleiner und leichterer Waffen [\u2026] im vergangenen Jahr mit 69.872 St\u00fcck einen neuen H\u00f6chstwert\u201c erreicht habe. Und <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/954826.kirchen-missbilligen-waffenlieferungen-an-menschenrechtsverletzer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Neues Deutschland<\/a> schlie\u00dflich kommt zu dem Schluss, die Kirchen \u201ekritisieren eine Zunahme der deutschen R\u00fcstungsexporte in Konfliktregionen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist es nat\u00fcrlich nicht ungew\u00f6hnlich, dass ein und derselbe Text auf je unterschiedliche Weise gelesen und interpretiert wird. Ein Blick in den GKKE-Bericht zeigt jedoch, dass das Problem nicht nur auf Seite der LeserInnen zu suchen ist, sondern durchaus auch im Text selbst grundgelegt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem besteht darin, dass die GKKE einerseits beansprucht, als eine Fachgruppe der beiden gro\u00dfen Kirchen in Deutschland zu agieren und dementsprechend die lehramtlichen Positionen der beiden gro\u00dfen Kirchen zu vertreten. Andererseits scheint die GKKE den Positionen, wie sie sowohl von der katholischen Bischofskonferenz als auch vom Rat der EKD im Hinblick auf die Beurteilung von Waffenlieferungen in den Nordirak formuliert worden sind, nur bedingt folgen zu wollen. Das \u201evorsichtige Verst\u00e4ndnis\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 78), dass die Kirchen f\u00fcr die Lieferung von Waffen an eine Konfliktpartei formuliert haben, mag in ihre jeweiligen \u201efriedensethische[n] Position[en]\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 78) eingeordnet worden sein, trotzdem h\u00e4lt die \u201eGKKE Fachgruppe [\u2026] das gew\u00e4hlte Entscheidungsverfahren, die problematische Auswahl der Waffenempf\u00e4nger und die Einbeziehung flankierender Ma\u00dfnahmen f\u00fcr unzul\u00e4nglich. Sie warnt zudem davor, sich durch unmittelbare emotionale Betroffenheit den Blick auf Handlungsalternativen zu verstellen\u201c. (GKKE-Bericht 2014, S. 80) Durch solche Formulierungen macht sich die GKKE die Einsch\u00e4tzungen von EKD-Rat und Bischofskonferenz weder zu eigen, noch kritisiert sie diese. Die einzige Frage ist, wozu solche \u201eBewertungen\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 78) n\u00fctzen bzw. welchen Schluss soll man als LeserIn aus solchen Abw\u00e4gungen ziehen?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Im Dschungel ethischer Positionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So wenig hilfreich die Uneindeutigkeit der Beurteilung sein mag, so ist sie dennoch verst\u00e4ndlich, wenn man in Rechnung stellt, dass eine Vielzahl an \u201eDebattenbeitr\u00e4gen\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 10) zu begr\u00fc\u00dfen sind, allerdings nur so lange wie diese nicht durch verschiedene Organisationen ein und derselben Institution vorgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die GKKE und andere Kirchenvertreter auf die je gleichen ethischen Grunds\u00e4tze Bezug nehmen, diese interpretieren, auf eine gegebene politische Frage anwenden und zu je unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen gelangen, dann relativiert dies die Plausibilit\u00e4t der im kirchlichen Raum vertretenen ethisch-moralischen Positionen. Diese sind ohnehin schon teilweise schwer zu vermitteln und dies scheint aber in besonderem f\u00fcr die Friedensethik zu gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ursache hierf\u00fcr liegt in der ethischen Perspektive die f\u00fcr die Bewertungen des GKKE-Berichts grundlegend ist. Anders als der R\u00fcstungsexportbericht der Bundesregierung, der lediglich die genehmigten R\u00fcstungsexporte des vergangenen Jahres auflistet, bem\u00fcht sich der GKKE-Bericht um eine \u201epolitisch-ethische Beurteilung\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 22). Dies ist nur m\u00f6glich, weil die GKKE eine eigene \u201eethische Position\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 22) entwickelt und vertritt. \u2013 Und an diesem Punkt fangen die Schwierigkeiten an.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der Abschnitt, in dem die \u201eethische Position\u201c entwickelt wird, in den vergangenen Jahren im Wesentlichen unver\u00e4ndert geblieben ist, wurde er in diesem Jahr grundlegend \u00fcberarbeitet. Begonnen wird nun mit einem naturrechtlichen Einstieg, der ausgehend vom Lebensrecht eines jeden Menschen, den Export von Waffen, die \u201eden Tod von Menschen verursachen k\u00f6nnen\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 22) problematisiert. Dabei gilt: Wenn die Weitergabe von Waffen mit der Androhung von Gewalt vergleichbar ist, dann ist ein R\u00fcstungsexport \u201e[n]ur unter speziellen Voraussetzungen und bei extremer Gefahrenlage [\u2026] legitim\u201c. (GKKE-Bericht 2014, S. 22)<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend vom Primat der Menschenw\u00fcrde bzw. des Lebensrechts, findet die GKKE also nicht zu einer radikal-pazifistischen Haltung, sondern betont, dass das individuelle Recht auf Lebensschutz nur eine relative G\u00fcltigkeit besitzt und unter den genannten speziellen Voraussetzungen dem Gemeinwohl bzw. dem kollektiven Lebensschutz nachgeordnet werden darf. Anders ausgedr\u00fcckt: Frieden ist das Ziel, aber seine \u201eRealisierbarkeit in konkreten F\u00e4llen und angesichts von Zielkonflikten\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 23) muss \u00fcberpr\u00fcft werden. Hierzu \u201esind Optionen und Folgen abzuw\u00e4gen und Priorit\u00e4ten zu bestimmen.\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 23) Es ist vollkommen richtig, dass die sch\u00f6nste Theorie nichts n\u00fctzt, wenn sie nicht alltagstauglich ist und in der Praxis angewendet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fall der GKKE ist jedoch die Frage, ob der Interpretationsspielraum, den sie er\u00f6ffnet, nicht so gro\u00df ist, dass ihre Operationalisierbarkeit nicht mehr gew\u00e4hrleistet ist. So ist es auffallend, wie eng sich eine <a href=\"http:\/\/www.dbk.de\/presse\/details\/?suchbegriff=Waffen&amp;presseid=2613&amp;cHash=31fddb2102a9e23c59beb08dd516c1b6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erkl\u00e4rung des St\u00e4ndigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz zur Situation im Mittleren Osten vom 25.8.2014<\/a> an den Formulierungen der GKKE orientiert. Auch in diesem Dokument wird die \u201eLieferung von Waffen an eine im Konflikt befindliche Gruppe\u201c als eine \u201e[m]ilit\u00e4rische Ma\u00dfnahme\u201c beschrieben und so Waffenhandel in den Kontext der Frage nach Krieg und Frieden gestellt. Die speziellen Voraussetzungen und extremen Gefahrenlagen, von denen die GKKE spricht, werden in dem Dokument der Bischofskonferenz unter Verweis auf die Menschenrechte benannt. Milit\u00e4rische Gewalt und Waffenexporte sind demnach legitim, wenn andernfalls \u201edie Ausrottung ganzer Volksgruppen und massenhafte schwerste Menschenrechtsverletzungen\u201c drohen. Werden in einer solchen Situation Waffen exportiert, dann entspricht dies \u201eden Grunds\u00e4tzen der katholischen Lehre \u00fcber den gerechten Frieden.\u201c Und die <a href=\"http:\/\/www.dbk.de\/nc\/presse\/details\/?presseid=2646\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Bischofskonferenz<\/a> \u00e4u\u00dfert \u201eVerst\u00e4ndnis f\u00fcr die Entscheidung der deutschen Bundesregierung\u201c, sich an \u201eMa\u00dfnahmen zu beteiligen\u201c um den IS \u2013 mit Hilfe von Waffenlieferungen \u2013 zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die GKKE referiert \u00fcber diese Stellungnahmen und erkl\u00e4rt, sie habe \u201edie Argumente f\u00fcr und gegen diese Waffenlieferung an eine nicht staatliche Konfliktpartei diskutiert\u201c. Sie teile die Einsch\u00e4tzungen hinsichtlich des \u201eAusma\u00df[es] der akuten Menschenrechtsverletzungen und der Friedensgef\u00e4hrdung durch den IS\u201c. Sie erkenne die \u201egute Absicht der Bundesregierung\u201c und begr\u00fc\u00dfe \u201edie \u00f6ffentliche Debatte\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 79). Trotzdem betont die GKKE-Fachgruppe, dass sie \u201edas gew\u00e4hlte Entscheidungsverfahren, die problematische Auswahl der Waffenempf\u00e4nger und die Einbeziehung flankierender Ma\u00dfnahmen f\u00fcr unzul\u00e4nglich\u201c h\u00e4lt. (GKKE-Bericht 2014, S. 79) Die Fachgruppe gelangt zu der fazit-artigen Feststellung: \u201eDie Unterst\u00fctzung kurdischer K\u00e4mpfer mit deutschen Waffen mag zu rechtfertigen sein [\u2026]. Doch scheint die Entscheidung f\u00fcr solche Lieferungen stark von kurzfristigen \u00dcberlegungen bestimmt und ist nicht frei von Widerspr\u00fcchen.\u201c Und: \u201eVor diesem Hintergrund betont die GKKE-Fachgruppe mit Nachdruck die Risiken und Gefahren, die von Waffenlieferungen in den Nord-Irak ausgehen.\u201c (GKKE-Bericht 2014, S. 81)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Grenzen ethischer Positionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die GKKE und andere Kirchenvertreter auf Grundlage der gleichen ethischen Positionen also tat\u00e4schlich zu je unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen gelangen, dann ist diese Situation \u2013 bei allem \u201eRespekt vor denen, die sich der Verantwortung stellen\u201c (GKKE-Bericht 2014, S.23) und sich um eine friedensethische Beurteilung der deutschen R\u00fcstungsexporte bem\u00fchen -, in hohem Ma\u00dfe unbefriedigend. Als Resultat dieser Sachlage wurde die Aussageabsicht des GKKE-Berichts mit Unverst\u00e4ndnis aufgenommen. So scheint es also, dass eben die Operationalisierbarkeit der friedensethischen Grunds\u00e4tze derzeit nur eingeschr\u00e4nkt gegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn etwas in der Theorie richtig sein mag, aber nicht f\u00fcr die Praxis taugt, dann liegt der Verdacht nahe, dass auch mit der Theorie etwas nicht stimmt. Dieser Verdacht regt sich auch im Fall der GKKE. Und es stimmt, die Position, Krieg sei unethisch, weil in ihm Menschen get\u00f6tet werden, ist \u00e4u\u00dferst sympathisch. Allein, diese Herangehensweise scheint nur bedingt geeignet, um R\u00fcstungsexporte zu beurteilen \u2013 oder soll das hei\u00dfen, nicht-lethale Waffen bzw. auch Schutzausr\u00fcstung, LKWs etc. d\u00fcrften problemlos exportiert werden? Wohl kaum. Und deshalb ist eine andere Begr\u00fcndung erforderlich, auch und gerade, um R\u00fcstungsexporte ethisch beurteilen zu k\u00f6nnen. Und wer wei\u00df, vielleicht w\u00fcrde der GKKE-Bericht unter Zugrundelegung einer solchen anderen ethischen Position dann auch wieder verstanden werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mexiko: G36 und die (un)\u00fcberschaubaren Folgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen Artikel \u00fcber die G36-Exporte nach Mexiko zu schreiben, stellt einen vor die Frage, wie man ihn betiteln soll. Er k\u00f6nnte in die Reihe \u201eG36-Sch\u00fctzen\u201c passen, aber bisher fehlen eindeutige Beweise, dass mit den gelieferten Waffen dieses HK-Typs (immerhin ein Direktexport aus Oberndorf) geschossen wurde und wo und wer damit verletzt wurde. Dass dies geschehen ist, ist angesichts der Bilder, die in den vergangenen Jahren im deutschen Fernsehen zu sehen waren, nicht nur wahrscheinlich, sondern steht eigentlich fest. Aber was genau passiert ist, dar\u00fcber fehlen die Informationen. Noch. Leider \u201enur noch\u201c, denn das hei\u00dft, das mit den Kriegswaffen dieser Firma wieder Menschen get\u00f6tet, verletzt oder traumatisiert wurden. Aber \u201eauch noch\u201c, im Sinne einer weiteren Aufkl\u00e4rung \u00fcber diese Export-\u201eVerbrechen\u201c (Lieferung in ein Krisen- bzw. Kriegsgebiet!) und im Sinne einer Beweislast, die ein Kleinwaffenexportverbot umso dringender macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Artikel k\u00f6nnte auch eine positiv klingende \u00dcberschrift haben. Denn die Berichtlage ist nicht so schlecht, wie man denken k\u00f6nnte. Wolf-Dieter Vogel berichtet in der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!150422\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">taz<\/a> \u00fcber die Gerichtsprozesse um die Entlassung zweier HK-Angestellter. Hier k\u00f6nnte es zur Aufdeckung weiterer HK-Gesch\u00e4fte mit mexikanischen Beh\u00f6rden kommen, das ist zumindest zu hoffen. Vogel weist auf einen m\u00f6glichen Skandal hin: Es k\u00f6nnte sein, dass Heckler &amp; Koch Teile f\u00fcr die angebliche mexikanische Eigenproduktion FX-05 geliefert hat! Hier wird ein weiteres Mal deutlich, welche Bedeutung der Komponenten- und Dual-Use-G\u00fcter-Export hat, eben weil nicht kontrolliert bzw. nicht verhindert wird, dass Stahll\u00e4ufe f\u00fcr Gewehre geliefert werden. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass diese L\u00e4ufe f\u00fcr die HK-Waffen bestimmt sind. Ein lesenswerter Artikel.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Prozess vor dem Arbeitsgericht Freiburg berichtete f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/mexiko-affaere-heckler-und-koch-schliesst-vergleich--95626462.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Badische Zeitung<\/a> Christian Rath. F\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.nrwz.de\/nrwz-themen\/tipps-der-redaktion\/hk-und-entlassene-schliessen-vergleich\/20141204-1839-77684\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">NRWZ<\/a> berichtete Martin Himmelheber.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch \u00fcber die traurigen Ereignisse in Mexiko wird berichtet: Auf der Internetseite von Wolf-Dieter Vogel finden sich mehrere Texte, die sich mit der Entf\u00fchrung von 43 Menschen in der Stadt Iguala befassen. Auch zu den Studenten Alexis Herrera Pino und Gabriel Echeverr\u00eda de Jes\u00fas, die bei Protesten im Dezember 2011 in Chilpancingo erschossen wurden, hat Vogel recherchiert. Darum lohnt sich auch hierzu der Blick auf Vogels <a href=\"http:\/\/wdvogel.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Internetseite<\/a> (siehe beispielsweise die beiden Artikel \u201eGef\u00e4hrliche Exporte\u201c vom 28.4.2014 und \u201eWaffenexporte: Sch\u00fcsse in der Grauzone\u201c vom 28.1.2014).<\/p>\n\n\n\n<p>Und: Die NRWZ berichtete \u00fcber den nicht unbegr\u00fcndeten <a href=\"http:\/\/www.nrwz.de\/aktuelles\/staatsanwaltschaft-beschlagnahmt-hk-waffen-mexiko\/20141210-1956-78250\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verdacht<\/a>, dass bei dem Angriff auf Iguala und der Entf\u00fchrung der 43 Menschen G36-Gewehre eingesetzt wurden. Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, fand au\u00dferdem eine Mahnwache bei Heckler &amp; Koch statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Berichte gab es weiter von der <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/mexikanische-studenten-mit-deutschen-waffen-get\u00f6tet\/a-18127064\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Welle<\/a> (auch in <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/heckler-koch-supplied-guns-to-iguala\/a-18126143\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Englisch<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/heckler-koch-ecos-del-conflicto-mexicano-en-alemania\/a-18133159\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spanisch<\/a>) und <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2014\/12\/109877\/heckler-und-koch-iguala\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">amerika21<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Carlos A. P\u00e9rez Ricart informiert in einer <a href=\"http:\/\/mexicoviaberlin.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/MVB-AG-2014-002.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Studie<\/a> \u00fcber Lieferungen von Carl Walther und Heckler &amp; Koch nach Mexiko. Diesbez\u00fcglich lohnt es sich, auf die im M\u00e4rz 2014 vom Verein M\u00e9xico v\u00eda Berl\u00edn e.V. veranstaltete <a href=\"http:\/\/mexicoviaberlin.org\/gewaltsame-abhangigkeiten-marz-2014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Konferenz<\/a> \u201eGewaltsame Abh\u00e4ngigkeiten: Mexiko, Deutschland und der Waffenhandel\u201c hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was muss die Folge dieser gesetzeswidrigen Exporte und der Menschenrechtsbr\u00fcche sein? Einer Firma, die derart skrupellos vorgeht, auch gegen eigene Mitarbeiter (die ja \u201eBauernopfer\u201c sind), muss eine Regierung, die sich im Rahmen von ATT und europ\u00e4ischen R\u00fcstungsexportdiskussionen als vorbildlich geriert, weitere Genehmigungen komplett versagen. Es geht schlie\u00dflich um Kriegswaffen. Die ganze Diskussion einer Waffenschenkung an Armeen im Irak und Syrien, wo man Islamisten am T\u00f6ten Unschuldiger hindern will, wird v\u00f6llig als Farce entlarvt, wenn man in Mexiko Menschen unw\u00fcrdig behandelt, indem man dorthin ohne Augenzwinkern Waffen liefert: und zwar an eine korrupte und gewaltbereite Polizei (und letztlich auch an den Schwarzmarkt). Un\u00fcberschaubar mag die Faktenlage bei den Opfern sein, ganz klar aber ist die Verantwortung der Unternehmensleitung von Heckler &amp; Koch. Das muss auch einer Staatsanwaltschaft klar sein (oder werden). Gefragt ist aber vor allem die Politik, die zuk\u00fcnftiges Leid verhindern kann, indem den Gesch\u00e4ften der Waffenh\u00e4ndler ein deutlicher Strich durch die Rechnung gemacht wird. Ein Schlussstrich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundeswehr kann auch ohne HK leben, sagt auch eine Verteidigungsministerin, und das stimmt bei aller Taktik dieser Phrase. Nur dass die Bundesregierung das ja gar nicht will, sonst w\u00e4re man sicher l\u00e4ngst auf andere Firmen \u201eumgestiegen\u201c. Stattdessen \u201ekaudert\u201c man den Waffendealern in Oberndorf hinterher, und l\u00e4sst sogar Gesch\u00e4fte nach Saudi-Arabien, Georgien und Libyen zu. Welche Diktatur, welches autorit\u00e4re Regime oder welches Kriegsgebiet kommen als n\u00e4chstes dazu?<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnt werden muss noch die Initiative \u201e<a href=\"http:\/\/www.kein-polizeiabkommen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kein Polizeiabkommen<\/a>\u201c der Deutschen Menschenrechtskoordination, die \u00fcber das weiterhin geplante Abkommen Deutschlands mit der mexikanischen (Bundes-)Polizei informiert und ein Nein zu diesem Abkommen fordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch im <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/hans-werner-kroesingers-exporting-war-im-hau-die-kunst-des-toetens\/11081964.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Theater<\/a> sind R\u00fcstungsexporte und Kleinwaffen ein Thema, etwa in Hans-Werner Kroesingers St\u00fcck \u201eExporting War\u201c, zu sehen im Berliner <a href=\"http:\/\/www.hebbel-am-ufer.de\/programm\/spielplan\/kroesinger-exporting-war\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HAU<\/a>-Theater.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MILAN-Raketen: Die Atomwaffen der Bundeswehr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Radioaktivit\u00e4t ist nicht zu spa\u00dfen! Inge H\u00f6ger, die abr\u00fcstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag hat dies verstanden und der Bundesregierung Fragen \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.inge-hoeger.de\/im_bundestag\/parlamentarische_initiativen\/detail\/zurueck\/parlamentarische-initiativen-1\/artikel\/giftwaffe-regierung-informiert-kurden-erst-nach-linker-anfrage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eGiftwaffe\u201c MILAN<\/a> gestellt. Das Problem, so Inge H\u00f6ger, besteht darin, dass die MILAN-Raketen \u201emit thoriumhaltigen Geschossen best\u00fcckt sind.\u201c Die Bundesregierung hat die Kurden mittlerweile \u00fcber den Sachverhalt informiert und eine <a href=\"http:\/\/www.inge-hoeger.de\/fileadmin\/lcmsingehoeger\/Dokumente\/2015\/141209_Schadstoffhinweise_Irak_deutsch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste<\/a> mit Schadstoffhinweisen an die kurdische Nationalregierung \u00fcbermittelt. Die Waffen sind jedoch geliefert und nun, so Inge H\u00f6ger: \u201eBleibt zu bef\u00fcrchten, dass die Peschmerga (kurdische Armee im Irak) die Waffen dennoch einsetzen und damit bleibenden Schaden auch f\u00fcr Zivilist*innen anrichtet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Leider hat Inge H\u00f6ger nicht nur recht, sondern liegt mit ihrer Einsch\u00e4tzung gleichzeitig auch v\u00f6llig falsch. Grunds\u00e4tzlich stimmt es nat\u00fcrlich, dass in MILAN-Raketen rund 2,4 g radioaktives Thorium enthalten sind. Diese haben aber nichts mit dem Geschoss zu tun, sondern sind im Infrarotsuchkopf enthalten, in jenem Teil also, mit dessen Hilfe der Lenkflugk\u00f6rper sein Ziel verfolgt. Bei Abschuss und Explosion der Rakete wird das Thorium freigesetzt. Der Sch\u00fctze wird auf diese Weise genauso einer Stahlenbelastung ausgesetzt wie all jene Menschen, die sich in den n\u00e4chsten 14,05 Milliarden Jahren im Explosionsgebiet aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Zustand ist seit seit einiger Zeit bekannt. Etwa der <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-radioaktiver-panzerknacker_aid_189979.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Focus<\/a> berichtetete bereits im Jahr 2001 \u00fcber das Problem und <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/efbf9c41278ef4eb50e0c04c13142417\/milanrakete-birgt-gefaehrliche-langz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IPPNW<\/a> forderte am 7. Oktober 2014 in einer Presseerkl\u00e4rung den \u201eExport der radioaktiven Panzerabwehrrakete Milan\u201c zur\u00fcckzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch sollte man die Sache etwas differenzierter betrachten. Es stimmt, Thorium kann zu gesundheitlichen Problemen f\u00fchren. Vor allem dann, wenn es eingeatmet wird und in die Lunge gelangt. Trotzdem ist es verfehlt zu behaupten, die MILAN-Rakete sei quasi eine Atomwaffe. Und genau das suggerieren sowohl die Bundestagsabgeordnete Inge H\u00f6ger als auch IPPNW in ihrer Pressemitteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Sache ist die Menge des in den MILAN-Raketen enthaltenen radioaktiven Materials. 2,4 g pro Rakete m\u00f6gen nicht viel sein, da die Bundesregierung jedoch angek\u00fcndigt hat, bis zu 500 Raketen in den Nord-Irak zu schicken, summiert sich die Thorium-Menge auf bis zu 1,2 kg. Um die Gef\u00e4hrlichkeit der MILAN-Raketen zu belegen, verweist IPPNW auf Untersuchungen, die auf dem Gel\u00e4nde der Milit\u00e4rbasis Shilo in Manitoba (Kanada) und auf dem \u00dcbungsplatz von Salto di Quirra in Sardinien (Italien) stattgefunden haben. Dort wurde mit MILAN-Raketen ge\u00fcbt und dort wurde jeweils ein erh\u00f6hter Gehalt von Thorium 232 nachgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Nachweis ist alles in allem jedoch nicht \u00fcberraschend. Etwa auf dem \u00dcbungsgel\u00e4nde von Salto di Quira sollen <a href=\"http:\/\/www.goleminformazione.it\/articoli\/sardegna-tumori-uranio-impoverito-allevatori-leucemie.html#.VIhQhskspc8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Darstellungen<\/a> zufolge bis zu 1184 MILAN-Raketen abgefeuert worden sein, mehr als doppelt so viel wie insgesamt an die Kurdische Regionalregierung geliefert werden sollen. Der Einsatz erfolgte dabei nicht verstreut \u00fcber das gesamte Gel\u00e4nde des Platzes sondern eher punktuell, an einzelnen Schie\u00dfbahnen. Die insgesamt etwa 2,8 kg Thorium, die im Verlauf des mehrere Jahrzehnte dauernden Testbetriebs freigesetzt wurden, liegen so verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig konzentriert vor und die Kontamination von z. B. grasenden Schafen ist m\u00f6glich, wenn sie an diesen Orten zur Weide gef\u00fchrt werden. Nun ist zu vermuten, dass die MILAN-Raketen im Nordirak nicht alle am gleichen Ort abgeschossen werden. Und deshalb l\u00e4sst sich tats\u00e4chlich streiten, ob es wahrscheinlich ist, dass die Verwendung von MILAN-Raketen im Kampfeinsatz zu einer Umweltgef\u00e4hrdung durch radioaktive Strahlung f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist auch zu bedenken, dass Thorium, anders als etwa Plutonium, ein nat\u00fcrliches Element ist, das in der Erdkruste vorkommt und in Spuren etwa auch in Steinkohle vorkommt. Bei der Verbrennung von Kohle wird Thorium dann auf mehr oder weniger nat\u00fcrlichem Weg freigesetzt. Das macht die Sache nat\u00fcrlich nicht besser, sondern spricht lediglich daf\u00fcr, Kohlekraftwerke nur mit Filteranlagen zu betreiben und diese dann sp\u00e4ter als Sonderm\u00fcll zu entsorgen. Trotzdem kann gefragt werden, ob die Gef\u00e4hrdung, die durch die Freisetzung von 2,4 g Thorium ausgeht, wirklich so gravierend ist. Geht die eigentliche Gefahr nicht doch vom 2,7 kg schweren Gefechtskopf der Rakete aus, der voller Sprengstoff ist und eine Panzerung von bis zu 70cm durchschlagen kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Um es noch anders zu fassen: Die <a href=\"http:\/\/www.bundeswehr.de\/portal\/a\/bwde\/!ut\/p\/c4\/NYs9D4JAEET_0S2XmCB0Io0WFDaAjTlggxvvg6yL1_jjvSucSV7zZuAOqd58aDVCwRsLA4wz1VNUU1xQmZfsaC2-VUQSZHzIEx166PMxDebgUTIFvVDiykYCqy2w2Gx25mQULTAWum10Wfyjv1V3PffHQ1W2l-YGm3OnH6b64nc!\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesregierung<\/a> hat angek\u00fcndigt, nicht nur MILAN-Raketen, sondern auch Kleinwaffen-Munition in den Nordirak zu liefern. Dies betrifft bis zu 3 Millionen Schuss im Kaliber 7,62\u00d751 NATO (2 Millionen f\u00fcr das Schnellfeuergewehr G3 und 1 Million f\u00fcr das Maschinengewehr MG3) und bis zu 4 Millionen Schuss im Kaliber 5,56\u00d745 NATO (f\u00fcr das Schnellfeuergewehr G36). Jedes einzelne Geschoss wiegt rund 3,6 g (im Fall der 5,56\u00d745 NATO) bzw. rund 10 g (im Fall der 7,62\u00d751 NATO). Dies summiert sich auf ein Gewicht von zusammen rund 45 t. Die Geschosse von Kleinwaffen-Munition enthalten zu gro\u00dfen Teilen das Schwermetall Blei. Gelangt dieses ins Erdreich oder sogar ins Grundwasser, kann es Menschen und Umwelt sch\u00e4digen. Eine Studie des <a href=\"http:\/\/www.bits.de\/public\/articles\/ami\/ami5-03.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BITS<\/a> verweist darauf, dass eine Untersuchung auf dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz von Wildflecken (Rh\u00f6n) eine Konzentration von 493 Milligramm Blei pro Kilogramm Erdmasse ergeben hat. Die geltenden Grenzwerte von 100 Milligramm wurden damit um das F\u00fcnffache \u00fcberschritten. Und das ist kein Einzelfall. Die Umweltgefahren sind also hinl\u00e4nglich bekannt. Trotzdem wurde in der <a href=\"http:\/\/www.inge-hoeger.de\/fileadmin\/lcmsingehoeger\/Dokumente\/2015\/141209_Schadstoffhinweise_Irak_deutsch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schadstoff-Liste<\/a>, die das Verteidigungsministerium an die kurdische Nationalregierung \u00fcbermittelt hat, diese potentielle Umweltgef\u00e4hrdung durch das Schwermetall Blei mit keinem Wort erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das zu Recht. R\u00fcstungsexporte in den Nordirak stellen nicht deshalb ein Problem dar, weil durch sie die Umwelt gesch\u00e4digt wird, sondern weil durch sie Menschen sterben. Auch Unbeteiligte, auch Zivilisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/konflikte-hintergrund-die-geschaetzte-truppenstaerke-des-is-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-01528\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a> verweist darauf, dass sich die Truppenst\u00e4rke des IS nur sch\u00e4tzen l\u00e4sst. Die CIA rechnet demzufolge mit bis zu 31.500 K\u00e4mpfern, w\u00e4hrend andere Sch\u00e4tzungen von bis zu 50.000 K\u00e4mpfern allein in Syrien sprechen. Selbst wenn man nun von 100.000 IS-K\u00e4mpfern ausgehen w\u00fcrde, so gen\u00fcgt die allein von der Bundeswehr zur Verf\u00fcgung gestellte Menge an Munition, um jeden einelnen IS-K\u00e4mpfer 700 Mal zu erschie\u00dfen. Nat\u00fcrlich wird nicht jeder einzelne Schuss treffen. Deshalb ist vollkommen klar, dass die kurdische Regierung im Nordirak tats\u00e4chlich so viel Munition ben\u00f6tigt wie von der Bundeswehr geliefert. Andererseits, besteht nicht doch die Gefahr, dass durch den einen oder anderen Fehlschuss auch der eine oder andere Zivilist sterben wird? Und \u2013 ist das nicht das eigentliche Problem von Waffenexporten?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konflikte und Kriege in der Grafischen Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erl\u00e4uterungen zum Medium und Vorstellung von f\u00fcnf Bildgeschichten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erst m\u00f6chte ich etwas in das Medium einf\u00fchren. Comic \u2013 der g\u00e4ngigste Begriff, der aber auch die meisten Missverst\u00e4ndnisse hervorruft, wurde erstmalig im Jahr 1929 in der US-amerikanischen Presse verwendet. Er umschrieb die kleinen Bildfolgen mit Witzbildern, die dann zu \u201eComicstrips\u201c wurden. Der Begriff stand dann in den 50ern auch f\u00fcr l\u00e4ngere Bildgeschichten und wurde in dem US-amerikanisch dominierten Nachkriegsdeutschland kritiklos \u00fcbernommen. In L\u00e4ndern mit einer eigenen Tradition im Umgang mit der Bildgeschichte entstanden Umschreibungen wie \u201eBande Dessin\u00e9e\u201c (gestaltete Streifen \/ Frankreich, Belgien), \u201eManga\u201c (viele Bilder, Japan), \u201eHistorietas\u201c (kleine Geschichten, Argentinien) und \u201eFumettos\u201c (Sprechblasen, Italien). \u201eComic\u201c verstehen bei uns viele auch als karikaturistisches Einzelbild. In Radio und Fernsehen wird \u201eComic\u201c h\u00e4ufig f\u00fcr witzige, slapstickartige Einzelszenen gebraucht. Bei dieser breitgef\u00e4cherten Definierbarkeit sahen sich Experten und Verlage in den letzten Jahren gen\u00f6tigt, mit der Bezeichnung \u201eGraphic Novel\u201c das Genre genauer zu benennen. \u201eGraphic Novel\u201c war der US-amerikanischen Zeichner-Legende Will Eisner schon in den 70er Jahren eingefallen, weil er in seinen Bildgeschichten aus der Bronx nichts Witziges entdecken konnte. In der Fachpresse ist h\u00e4ufig von \u201eGrafischer Literatur\u201c oder schlicht \u201eBildgeschichte\u201c die Rede. Viele Experten sehen das Medium in einer mehrere Jahrtausende alten Tradition der Bildgeschichte, der Weitergabe bildlicher Information. Gerade weil der Grafischen Literatur in Deutschland immer noch die angebrachte W\u00fcrdigung versagt bleibt, sollte man sie nicht auf die Funktion eines rein p\u00e4dagogisch einsetzbaren Hilfsmittels oder auf eine interessante Adaption einer popul\u00e4ren Romanvorlage reduzieren. Das Medium hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts beginnend mit den einzigartigen jugendstilgepr\u00e4gten Fantasy-Geschichten von Windsor McCay permanent eigene bedeutende Werke hervorgebracht. Die Bildgeschichte setzt schriftstellerisches, kreatives und grafisch-zeichnerisches Potential voraus. H\u00e4ufig vereint eine Person diese Fertigkeiten, oft stehen auch zwei oder mehrere Personen f\u00fcr \u201egeniale Ergebnisse\u201c. Einige herausragende K\u00f6nner des Genres seien noch genannt: Uderzo, Goscinny, Giraud, Hermann, Derib, Ross, Miller, Loisl, Manara, Peters, Schuiten, Franquin, Frei, Puck, Moebius\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>In fast allen B\u00e4nden, die ich in der Folge vorstelle, kommen die USA vor. Eine Weltmacht mit gro\u00dfem Aggressionspotential ausgestattet und immer bem\u00fcht, ihre Kriege als gerecht, die Freiheit (des Konsums) verteidigend und gegen den internationalen Terrorismus gerichtet zu etikettieren. Interessante Einblicke in Mentalit\u00e4t und Geschichte der Vereinigten Staaten gibt der 92-seitige, 1998 erschienene Band mit dem Titel \u201e<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Uncle_Sam_(Vertigo)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">US<\/a>\u201c. Die Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr Uncle Sam. Sam ist die personifizierte, von Kriegen gepr\u00e4gte Geschichte der USA. Der alte, verwahrlost wirkende Greis f\u00fchrt den Betrachter durch einige unr\u00fchmliche Momente seiner Vergangenheit. Sam wechselt permanent zwischen Realit\u00e4t und Erinnerung, wobei meistens verschiedene Orte oder Ereignisse der Gegenwart Impulse f\u00fcr die R\u00fcckschau sind. Herausragende Stationen sind die Versklavung der afrikanischen Minderheit und der Genozid an den Ureinwohnern. Bei den vielen geschichtstr\u00e4chtigen Namen (Shay, Coolidge, Ardoin), die genannt werden, kommt man ohne Recherche nicht aus. Mit den pr\u00e4gnanten Bildern und der beeindruckenden Seitengestaltung von Alex Ross und dem abwechslungsreichen Szenario von Steve Darnall ist der Band ein herausragendes St\u00fcck Bildgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der selbsternannte Weltpolizist kommt auch in den vier unterhaltsamen Kurzgeschichten des Spaniers Luis Garcia vor. Garcia, der seit den 70ern in den USA lebt, hat in beeindruckenden, in Schwarz-Wei\u00df gehaltenen Sequenzen die Widerstandsgeschichte der H\u00e4uptlinge Tecumtha und Crazy Horse dokumentiert. Kriegsschaupl\u00e4tze wie \u201eLittle Big Horn\u201c und \u201eWounded Knee\u201c kommen vor. In einer weiteren Darstellung klagen Vertreter der Ureinwohner die von Gier und Macht gepr\u00e4gte Mentalit\u00e4t des \u201ewei\u00dfen Mannes\u201c an. Die letzte Geschichte behandelt das Bataillon von St. Patrick. Hier solidarisiert sich eine Gruppe von Soldaten mit dem mexikanischen Widerstand gegen die Expansionsbestrebungen der USA. Die kurzen Bildgeschichten mit insgesamt 43 Seiten erschienen im Jahre 1981 in der Comiczeitschrift \u201e<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pilot_(Comicmagazin)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pilot<\/a>\u201c (Nr. 1-7), einer Adaption des legend\u00e4ren franz\u00f6sischen Magazins \u201ePilote\u201c (1959 mit den ersten Asterix-Seiten).<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich zwei B\u00e4nde behandeln die Revolution von 1979 in Nicaragua. Der deutsch-spanische Zeichner Manfred Sommer benutzt in seiner 50-seitigen Bildgeschichte von 1985 den Journalisten Frank Cappa f\u00fcr eine kritische und spannende Aufarbeitung der Somoza-Diktatur, aber auch f\u00fcr die kritische Betrachtung des bewaffneten Widerstands. In \u201eSomoza und Gomorra\u201c begleitet Cappa die sandinistische Widerstandsgruppe um Comandante Alphonso. Er beschreibt \u201eden Alltag\u201c, der aus Gegens\u00e4tzen wie dem blutigen Kampf mit dem Milit\u00e4r und der innigen Liebesbeziehung von German und Violeta besteht. Der Plot ist vielschichtig aufgebaut und beinhaltet den Dialog zwischen Cappa und Alphonso, die Entwicklung der Liebesbeziehung und die Darstellung einer Kampfmethode. Die gekonnt schattierten Schwarz-Wei\u00df-Zeichnungen sind zu interessanten Seitenkompositionen zusammengef\u00fcgt und verleihen der Handlung eine ideale Optik.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der franz\u00f6sische Zeichner <a href=\"http:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Emmanuel_Lepage\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Emmanuel Lepage<\/a> begibt sich in seinem 158-seitigen Band mit dem Titel \u201eMuchacho\u201c von 2008 in die Tiefen des nicaraguanischen Urwalds. Sein Protagonist hei\u00dft Gabriel de la Serna und ist ein junger, aus einem reichen, dem Diktator gewogenen Hause stammender Priesteranw\u00e4rter. Er soll im Dschungeldorf San Juan den Innenraum der Kirche malerisch versch\u00f6nern. Hier trifft er auf einige den Sandinisten zugewandte Dorfbewohner. Zwangsl\u00e4ufig ist er Zeuge von Schikanen durch das Milit\u00e4r. Als das Milit\u00e4r das Dorf niederbrennt, schlie\u00dft sich de la Serna einer sandinistischen Revolutionsgruppe an. Die Geschichte lebt von der Person de la Serna. Er durchl\u00e4uft verschiedene Bewusstseinsebenen, k\u00e4mpft gegen innere Widerspr\u00fcche und geht im Untergrund eine homosexuelle Beziehung ein. Die detaillierten Bilder sind virtuos und dezent aquarelliert und werten die Geschichte zus\u00e4tzlich auf.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer rote Baron\u201c ist der Titel eines 106-seitigen Bandes von dem US-Amerikaner <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/George_Pratt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">George Pratt<\/a>. In der Bildgeschichte von 1990 geht es um einen reizvollen Generationendialog. Der amerikanische Journalist und Vietnamveteran Mannock besucht den \u201eFliegerhelden\u201c aus dem ersten Weltkrieg von Hammer f\u00fcr ein Interview in einem Sanatorium auf der Insel F\u00f6hr. In diesem in mehreren Phasen stattfindenden Gespr\u00e4ch kristallisiert sich heraus, dass Krieg nie eine L\u00f6sung darstellt und dass viele Beteiligte ein Leben lang traumatisiert sind und sich die Eindr\u00fccke nicht vollst\u00e4ndig verarbeiten lassen. Geschildert wird das US-Massaker von My Lai genauso wie die vers\u00f6hnliche weihnachtliche Begegnung von deutschen, franz\u00f6sischen und britischen Soldaten im ersten Kriegswinter des Jahres 1914. Mit herrlich aquarellierten Bildern gelingt es dem Zeichner diese Welt des Wahnsinns zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Mauch, Fan der Bildgeschichte und Zeichner im Dezember 2014<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.fechenbach.de\/ws\/mauch.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.fechenbach.de\/ws\/mauch.htm<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMuchacho\u201c ist wahrscheinlich der einzige Band, der noch im Buchhandel erh\u00e4ltlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>+ Alle beschriebenen Bildgeschichten sind \u00fcber das Antiquariat des Versandh\u00e4ndlers \u201eSammlerecke\u201c erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>0711-315484-0, <a href=\"mailto:info@sammlerecke.de\">info@sammlerecke.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sammlerecke.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.sammlerecke.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>+ Ein weiterer Versandh\u00e4ndler ist die \u201eBremer Comicmafia\u201c, die nicht alle, aber ein paar der genannten Bildgeschichten f\u00fchrt. 0421-5360636, <a href=\"mailto:info@comicmafia.de\">info@comicmafia.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.comicmafia.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.comicmafia.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>+ Aber auch Ausleihe ist m\u00f6glich. Mein Bestand umfasst ca. 800 B\u00e4nde, B\u00fccher, Hefte der Grafischen Literatur. Ich habe Ausstellungen zu Themen wie \u201eS\u00fcd-Nord\u201c, \u201eMenschenrechte\u201c, \u201eReligionen, Rituale\u201c, \u201eRassismus\u201c, \u201eWestern von gestern\u201c zusammengestellt. Dazu gibt es kleine Kataloge mit Kurzbeschreibungen. Wenn Sie hochwertige Bildgeschichten probelesen m\u00f6chten, melden Sie sich bei: Gerhard Mauch, 0741-1757903, Mail: <a href=\"mailto:gischbl06@yahoo.de\">gischbl06@yahoo.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frohe Weichnachten 2014! \u2013 Und bis dahin: einiges \u00fcber den R\u00fcstungsexportbericht der GKKE, das G36-Gewehr in Mexiko und ein Hintergrundbericht \u00fcber Graphische Literatur und Krieg. Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine Mail mit dem Stichwort \u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c. 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