{"id":1761,"date":"2015-04-11T14:32:00","date_gmt":"2015-04-11T12:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1761"},"modified":"2024-07-19T15:04:17","modified_gmt":"2024-07-19T13:04:17","slug":"daks-newsletter-april-2015-ist-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1761","title":{"rendered":"DAKS-Newsletter April 2015 ist erschienen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Heckler &amp; Koch steht nicht nur wegen des G36-Gewehrs in der Kritik \u2013 mehr dazu im neuen Newsletter -, sondern auch wegen angeblich illegaler Waffenexporte nach Mexiko. Vor nunmehr 5 Jahren wurde in diesem Zusammenhang eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Stuttgart erstattet. Aber bis heute ist in dieser Sache wenig passiert. \u201eAktion Aufschrei\u201c nimmt dies zum Anlass f\u00fcr eine Protestaktion unter dem Titel \u201eDer Tod dankt der Staatsanwaltschaft Stuttgart\u201c. Mehr dazu am 17. April in Stuttgart. Und vorab schon jetzt im Newsletter.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen (als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine <a href=\"mailto:daks-news@rib-ev.de?subject=Kleinwaffennewsletter\">Mail<\/a> mit dem Stichwort \u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>D<\/strong><strong>er Tod dankt der Staatsanwaltschaft Stuttgart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ge<\/strong><strong>gen widerrechtlich operierende Waffendealer von Heckler &amp; Koch wird trotz klarer Beweislage auch f\u00fcnf lange Jahre nach Anzeigeerstattung noch immer nicht Anklage erhoben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Machen Sie mit bei der Protestaktion der Aufschrei-Kampagne am 17. April 2015!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Die Bearbeitung von Ausfuhrgenehmigungsantr\u00e4gen f\u00fcr Kleinwaffen nach Mexiko ist seitdem ausgesetzt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums zur Strafanzeige gegen Heckler &amp; Koch<\/p>\n\n\n\n<p><strong>T\u00f6dliches Testfeld Mexiko<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 <strong>ein neues Modell der R\u00fcstungsexportpolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit nunmehr einem Jahrzehnt dient Mexiko als Testfeld einer v\u00f6llig neuen Form der R\u00fcstungsexport-Genehmigungspolitik: dem Transfer von Kriegswaffen in bestimmte Bundesstaaten eines Landes. Verbunden mit der via Endverbleibserkl\u00e4rung schriftlich garantierten Verpflichtung seitens der Empf\u00e4nger, die todbringenden Ger\u00e4tschaften \u201eMade in Germany\u201c in den als sicher definierten Gebieten zu belassen. Das Testobjekt war und ist, neben ein paar weniger bekannten Waffentypen, das Sturmgewehr G36 des europaweit f\u00fchrenden Kleinwaffenproduzenten Heckler &amp; Koch GmbH (H&amp;K) in Oberndorf am Neckar.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Was wom\u00f6glich sogar gut gemeint war \u2013 die Ausr\u00fcstung mexikanischer Polizeieinheiten im Kampf gegen die Drogenkartelle \u2013 entpuppt sich heute als Desaster ohnegleichen. Das Testfeld Mexiko ist l\u00e4ngst au\u00dfer Kontrolle geraten. Mit fatalen Folgen: Erschie\u00dfungen und Morde erfolgen von Seiten staatlicher Sicherheitskr\u00e4fte weit \u00fcberwiegend in eben den Bundesstaaten, in die die Kriegswaffen gem\u00e4\u00df Endverbleibserkl\u00e4rung der mexikanischen Seite niemals h\u00e4tten gelangen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tiefe Einblick in die dubiosen Machenschaften des Oberndorfer Gewehrexporteurs offenbarte ein Insider im Herbst 2009.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Informationen eines Insiders erm\u00f6glichen die Strafanzeige gegen H&amp;K<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach mehreren vertraulichen Vier-Augen-Gespr\u00e4chen mit einem bestens informierten H&amp;K-Mitarbeiter stellte ich am 19. April 2010 \u00fcber meinen T\u00fcbinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft Strafanzeige. Der Verdacht lautete auf Bruch des Au\u00dfenwirtschaftsgesetzes und des Kriegswaffenkontrollgesetzes durch Repr\u00e4sentanten des Oberndorfer Gewehrherstellers und -exporteurs Heckler &amp; Koch.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der glaubw\u00fcrdigen Aussagen und vorgelegten Dokumente des H&amp;K-Insiders war klar geworden, dass verbotenerweise mehrere tausend modernster G36-Sturmgewehre von H&amp;K in die mexikanischen Unruheregionen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco verbracht worden waren \u2013 trotz des ausdr\u00fccklichen Belieferungsverbotes seitens des Bundesausfuhramtes BAFA in Eschborn.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung wies in ihren R\u00fcstungsexportberichten aus, dass in den Jahren 2003 bis 2007 Ausfuhrgenehmigungen f\u00fcr summa summarum 8.769 Sturmgewehre an Mexiko erteilt worden waren. Dokumente des mexikanischen Verteidigungsministeriums belegen, dass in den vier Unruheprovinzen \u2013 widerrechtlich \u2013 4.796 der G36-Gewehre angekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie konnte es dazu kommen? Der Vorwurf des Informanten war und ist mehr als eindeutig: Auch die verbotenen vier Bundesl\u00e4nder seien mit den Sturmgewehren beliefert worden, an General Aguilar von der D.C.A.M. seien hierzu immense Bestechungsgelder geflossen, selbst Ersatzteillieferungen seien im Nachhinein beantragt und geliefert worden. Die deutschen Beh\u00f6rden seien \u201edurch eine Falschaussage\u201c get\u00e4uscht worden, \u201eum die anstehenden Exporte nicht zu gef\u00e4hrden und um die verbotenen Lieferungen zu verschleiern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dankenswerterweise nahmen sich gleich mehrere Journalisten reputierter Medien des Falles an. Die TV-Berichte von Thomas Reutter und Achim Reinhardt vom <em>ARD<\/em>-Politikmagazin <em>REPORT MAINZ <\/em>f\u00fchrten zu einer ersten Razzia seitens der Staatsanwaltschaft Stuttgart kurz vor Weihnachten 2010.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Januar 2011 trat Peter Beyerle zur\u00fcck. Vormals war Beyerle Pr\u00e4sident des Landgerichts Rottweil, in dessen Zust\u00e4ndigkeitsbereich H&amp;K f\u00e4llt. Nach seiner Pensionierung wurde der versierte Jurist zum H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr die Ressorts Recht, Exportkontrolle und Beh\u00f6rden berufen und verantwortete somit auch Mexiko-Gewehrdeals. Umfassend habe ich die widerrechtlichen Waffengesch\u00e4fte von Heckler &amp; Koch im <em>Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient<\/em> dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die gescheiterte S\u00fcndenbock-Strategie von H&amp;K<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 <strong>Arbeitsgerichtsprozesse in Villingen und Freiburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nahezu drei Jahre lang verstieg sich die H&amp;K-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung zur Aussage, das Unternehmen sei in keinster Weise in illegale Waffengesch\u00e4fte verstrickt. Als Erstatter der Strafzeige wurde ich vor versammelter Belegschaft diskreditiert. Am 24. April 2013 endlich verk\u00fcndeten Martin Lemperle und Niels Ihloff via \u201eMitteilung der Gesch\u00e4ftsleitung\u201c am Schwarzen Brett einen Strategiewechsel, so die Recherche von Martin Himmelheber von der <em>Neuen Rottweiler Zeitung<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u201einterne Sonderuntersuchung\u201c habe im Zusammenhang mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu einer neuen Erkenntnis gef\u00fchrt, so die neue Linie in der Erkenntnis der nicht l\u00e4nger verschweigbaren Faktenlage: Fortan bestand aus Unternehmenssicht \u201eder dringende Tatverdacht gegen zwei langj\u00e4hrige Mitarbeiter\u201c. Diese sollen im Zusammenwirken mit dem H&amp;K-Handelsvertreter in Mexiko \u2013 gemeint war Markus B. als Leiter von LAMAR in Mexiko-Stadt \u2013 \u201eWaffenlieferungen in nicht genehmigungsf\u00e4hige mexikanische Bundesstaaten\u201c veranlasst haben. Die Strategie der S\u00fcndenb\u00f6cke fokussierte sich auf den H&amp;K-Bereichsleiter Axel H. und die Sachbearbeiterin Marianne B.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausschlie\u00dflich die beiden sollen \u201eeigenm\u00e4chtig, ohne Wissen und Wollen anderer Personen im Unternehmen\u201c gehandelt haben. H. und B. wurden mit sofortiger Wirkung gefeuert. Beachtlich die These, dass kein weiterer au\u00dfer den drei Genannten in den widerrechtlichen Waffenhandel mit \u00fcber 4.500 Sturmgewehren involviert gewesen sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem aufschlussreichen Arbeitsgerichtsverfahren am 3. Dezember 2013 in Villingen wehrten sich H. und B. \u2013 und bekamen Recht. Wegen der mehr als 30-j\u00e4hrigen Betriebszugeh\u00f6rigkeit w\u00e4re allenfalls eine Abmahnung m\u00f6glich gewesen. Der Prozess bot nicht nur einen Einblick in die Verwicklung der H&amp;K-F\u00fchrungsebene. Die juristische Auseinandersetzung offenbarte auch das Versagen der sogenannten R\u00fcstungsexportkontrollbeh\u00f6rden an einem entscheidenden Punkt: Der Endverbleib deutscher Waffen wird von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden nicht im Ansatz kontrolliert. Endverbleibserkl\u00e4rungen wurden im Fall Mexiko zuweilen zeitlich befristet ausgestellt (\u201eHaltbarkeitsdatum\u201c), Exportverbote wurden auf \u201eZuruf\u201c erteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>En passant kamen gleich mehrere neue Akteure in der Handlungskette widerrechtlicher Waffenexporte zur Sprache. Zwei Tage darauf erweiterte ich meine Strafanzeige von vormals neun Beschuldigten um den Verdacht der Mitschuld gegen f\u00fcnf weitere Personen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach mehrst\u00fcndiger m\u00fcndlicher Verhandlung endete der Berufungsprozess zur K\u00fcndigungsklage vor dem Landesarbeitsgericht Freiburg am 1. Dezember 2014 auf Vorschlag des Vorsitzenden Richters Christoph Tilllmanns mit einem Vergleich. Gem\u00e4\u00df dem Vergleich soll der Fortbestand der Arbeitsverh\u00e4ltnisse davon abh\u00e4ngig gemacht werden, \u201edass der Kl\u00e4ger und die Kl\u00e4gerin nicht wegen einer vors\u00e4tzlichen Straftat nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz und Au\u00dfenwirtschaftsgesetz verurteilt werden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit waren die K\u00fcndigungen erst einmal gegenstandslos. H&amp;K verpflichtete sich zur Beteiligung \u201ein erheblichem Umfang an den Kosten f\u00fcr die Strafverteidigung der beiden Kl\u00e4ger\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitaus l\u00e4nger als erwartet ben\u00f6tigten das Landeskriminalamt Baden-W\u00fcrttemberg und das Zollkriminalamt (ZKA) in K\u00f6ln f\u00fcr ihren Abschlussbericht, was mit intensiven und aufw\u00e4ndigen Recherchen begr\u00fcndet wurde. Im Freiburger Arbeitsgerichtsprozess wurde offenkundig, dass das ZKA seinen Bericht mittlerweile abgeschlossen hat. Darin kommen die ZKA-Ermittler zu dem Ergebnis, dass im Fall der G36-Exporte nach Mexiko eine Verletzung des Kriegswaffenkontrollgesetzes gegeben sein soll. Seither steht der Anklageerhebung seitens des Stuttgarter Staatsanwalts Peter Vobiller nichts mehr im Wege.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausblick in eine d\u00fcstere Zukunft: G36-Opfer ohne Ende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck nach Mexiko. Dort nimmt das G36-Desaster einen t\u00f6dlichen Verlauf. Wiederholt bereiste Wolf-Dieter Vogel das mittelamerikanische Land, die letzten Male auf den Spuren der G36-Gewehre von Heckler &amp; Koch. Vogel dokumentiert das Geschehen in ebenso eindr\u00fccklichen wie bedr\u00fcckenden Vor-Ort-Berichten. Die H&amp;K-Sturmgewehre werden eingesetzt, die Zahl der Opfer w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcngst berichtete der Berliner Journalist umfassend in der <em>tageszeitung (taz)<\/em> und in weiteren Medien \u00fcber sechs get\u00f6tete und 43 verschwundene und mittlerweile ermordete Studentinnen und Studenten in Iguala im Bundesstaat Guerrero \u2013 eine der vier widerrechtlich mit G36 belieferten Provinzen. Die Studenten waren am 26. September 2014 bei einem gemeinsamen Angriff von lokalen Polizisten und Mafias\u00f6ldnern attackiert worden. In der \u00f6rtlichen Polizeibeh\u00f6rde fanden die Strafverfolger tags darauf mehr als zweihundert Waffen, unter ihnen 37 der H&amp;K-Sturmgewehre.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sechs Beamten, gegen die wegen des \u201eMordes mit Feuerwaffen\u201c Anklage erhoben worden ist, hatten Zugang zu den G36. \u201eDie Gewehre werden ihnen sogar innerhalb der Beh\u00f6rde explizit zugeordnet\u201c. Bei den Verhafteten wurden \u201eSchmauchspuren festgestellt\u201c. Vogels Res\u00fcmee: \u201eEs spricht also vieles daf\u00fcr, dass sie die Waffen in der Nacht auch trugen und einsetzten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wut auf die Waffenlieferanten aus Deutschland ist gewaltig. Kurz vor Weihnachten demonstrierten zahlreiche Angeh\u00f6rige der get\u00f6teten Studenten vor der Deutschen Botschaft. Felipe de la Cruz, einer der Wortf\u00fchrer der Protestbewegung, forderte in Mexiko-City von der Bundesregierung den Stopp der Waffenverk\u00e4ufe an mexikanische Sicherheitskr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Desaster nimmt seinen Lauf, mit \u2013 auf Jahrzehnte hinaus \u2013 vorprogrammierter Todesfolge f\u00fcr Hunderte, wahrscheinlich Tausende von Menschen. Denn Polizisten in Mexiko sind vielfach korrupt und arbeiten nicht selten mit der Drogenmafia zusammen. Es ist eine Frage der Zeit, bis Drogenbanden mit den H&amp;K-Gewehren morden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beachtlicher Erfolg der Strafanzeige:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>mehrj\u00e4hriges Waffen-Exportverbot f\u00fcr H&amp;K nach Mexiko!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein erfreulicher Zwischenschritt ist erreicht. Nach der Strafanzeige von 2010 verh\u00e4ngte das Eschborner Bundesausfuhramt (BAFA) gegen\u00fcber Heckler &amp; Koch ab 2011 ein bis heute w\u00e4hrendes Genehmigungsverbot f\u00fcr Kleinwaffen- und Bestandteillieferungen nach Mexiko (siehe \u201e\u00dcbersicht der Genehmigungen f\u00fcr Kleinwaffenexporte nach Mexiko\u201c). Auch andere Kleinwaffenproduzenten transferierten keinerlei Kriegswaffen nach Mexiko.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcbersicht der Genehmigungen f\u00fcr Kleinwaffenexporte nach Mexiko<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><\/td><td>Beschreibung<\/td><td>A001-Wert in Euro berechnet<\/td><\/tr><tr><td>2003<\/td><td>Gewehre und Karabiner, Maschinenpistolen und Zubeh\u00f6r und Teile f\u00fcr Gewehre und Karabiner (einschlie\u00dflich Kriegswaffen), Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Sportpistolen und -revolver und Waffenzielger\u00e4te(0001 \/ 23,7%)<\/td><td>402.816,10<\/td><\/tr><tr><td>2004<\/td><td>Gewehre, Revolver, Pistolen, Maschinenpistolen,Maschinengewehre und Waffenzielger\u00e4te, inkl. Teile (0001 \/ 54,9%);<\/td><td>1.004.103,90<\/td><\/tr><tr><td>2005<\/td><td>Gewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Teile f\u00fcr Gewehre, Pistolen, Maschinenpistolen, Maschinen\u00adgewehre, Sportpistolen, Sportrevolver (A0001 \/ 52,4%);<\/td><td>838.625,84<\/td><\/tr><tr><td>2006<\/td><td>Gewehre, Sportpistolen und Teile f\u00fcr Gewehre, Pistolen,Maschinengewehre, Sportpistolen, Rohrwaffen-Lafetten (A0001 \/ 69,8%);<\/td><td>2.084.255,20<\/td><\/tr><tr><td>2007<\/td><td>Gewehre, Maschinenpistolen, Pistolen, Sportgewehre und Teile f\u00fcr Gewehre , Maschinenpistolen, Pistolen (A0001 \/ 98,8%)<\/td><td>15.342.815,00<\/td><\/tr><tr><td>2008<\/td><td>Pistolen und Teile f\u00fcr Gewehre mit KWL* \u2013 Nummer, Pistolen (A0001 \/ 25,2%);<\/td><td>232.466,47<\/td><\/tr><tr><td>2009<\/td><td>Maschinenpistolen und Teile f\u00fcr Maschinenpistolen,Gewehre mit KWL-Nummer, Revolver, Pistolen (A0001 \/ 6,8%)<\/td><td>365.930,10<\/td><\/tr><tr><td>2010**<\/td><td>Waffenzielger\u00e4te und Teile f\u00fcr Gewehre mit KWL-Nummer, Maschinengewehre, Maschinenpistolen,Pistolen (A0001 \/ 41,0%); (931.254 Euro SALW*** -Kleinteile)<\/td><td>1.083.739,40<\/td><\/tr><tr><td>2011201220132014<\/td><td>EXPORTSTOPP EXPORTSTOPP EXPORTSTOPP EXPORTSTOPP (2014, 1. Halbjahr)<\/td><td>0 0 0<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>* Kriegswaffenliste<\/p>\n\n\n\n<p>** erstes erw\u00e4hntes A001-Denial<\/p>\n\n\n\n<p>*** SALW \u2013 Small Arms and Light Weapons \u2013 Kleinwaffen und Leichtwaffen<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: R\u00fcstungsexportberichte der Bundesregierung (A001-Angaben)<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenstellung: Otfried Nassauer, Berlin Information-center for Transatlantic Security, <a href=\"http:\/\/www.bits.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bits.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts des derzeit gegen H&amp;K laufenden Ermittlungsverfahrens best\u00e4tigt ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums: \u201eDie Bearbeitung von Ausfuhrgenehmigungsantr\u00e4gen f\u00fcr Kleinwaffen nach Mexiko ist seitdem ausgesetzt.\u201c Inwiefern sogar weitere Exportverbote seitens des BAFA oder des Bundeswirtschaftsministeriums gegen\u00fcber Heckler &amp; Koch ausgesprochen worden sind, ist zu diesem Zeitpunkt unklar. Ein Hinweis eben darauf liefert die Aussage der H&amp;K-Betriebsratsvorsitzenden Monika Lange. Bei Warnstreiks der IG Metall im Raum Oberndorf-Schramberg verk\u00fcndete sie Anfang Februar 2015 laut Bericht der <em>Neuen Rottweiler Zeitung<\/em>: Die Exportbeschr\u00e4nkungen der Bundesregierung bereiteten dem Unternehmen Probleme und schon einige Besch\u00e4ftigte h\u00e4tten deshalb ihren Arbeitsplatz verloren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Verdacht: Noch weitaus mehr Gewehre exportiert als bislang publiziert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar 2015 trat ein neuer Verdacht zutage: Vieles spricht daf\u00fcr, dass weitaus mehr H&amp;K-Gewehre nach Mexiko gelangt sind, als die Bundesregierung in ihren R\u00fcstungsexportberichten bislang eingestanden hat. Der GR\u00dcNEN-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Str\u00f6bele hatte Daten aus dem Kriegswaffenkontrollbuch von Heckler &amp; Koch angefordert. Die Auskunft von Regierungsseite belegt, dass \u201edeutlich mehr Gewehre vom Typ G36 nach Mexiko geliefert wurden, als die Bundesregierung in ihren R\u00fcstungsexportberichten angegeben hat\u201c. So hat Heckler &amp; Koch rund 10.100 Sturmgewehre an Mexiko geliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der renommierte Friedensforscher Otfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrums f\u00fcr Transatlantische Sicherheit (BITS), wirft die folgenschwere Frage auf, ob die R\u00fcstungsexportberichte der Bundesregierung \u201em\u00f6glicherweise gravierende Fehler und L\u00fccken\u201c enthalten, wie der Fall der G36-Exporte nach Mexiko zeige.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank der differenzierten Antwort der Bundesregierung auf die Str\u00f6bele-Anfrage ist inzwischen klar, dass die bei den gewaltsam unterdr\u00fcckten Studentenprotesten in Iguala widerrechtlich gelieferten G36 aus Oberndorf eingesetzt wurden. Die Gewehrnummern in Verbindung mit dem H&amp;K-Kriegswaffenkontrollbuch verraten die Herkunft und den Endverbleibsbruch der deutschen Kriegswaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdr\u00fccklich verweist Nassauer darauf, dass die konkrete M\u00f6glichkeit besteht, Staaten wie Mexiko zu sanktionieren, die ihre Endverbleibsverpflichtungen verletzen. Neben einem internationalen R\u00fcstungsexportverbot f\u00fcr Mexiko w\u00e4re zugleich eine R\u00fcckrufaktion f\u00fcr bereits gelieferte Kriegsger\u00e4te vonn\u00f6ten. Eine Anregung bietet die Initiative <a href=\"http:\/\/www.waffenrueckruf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.waffenrueckruf.de<\/a>. Um Schlimmeres zu verhindern, muss die Bundesregierung vom mexikanischen Verteidigungsministerium alle H&amp;K-Waffen zur\u00fcckfordern. Ansonsten nimmt sie billigend das weitere Morden mit deutschen Waffen in Kauf \u2013 und macht sich in diesem Sinne weiterhin mitschuldig.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss eine in ihrer Folgewirkung brisante Prognose: Der Skandal um den definitiv illegalen Export von Heckler &amp; Koch-Gewehren in mexikanische Unruheprovinzen wird noch h\u00f6here Wellen schlagen und weitaus mehr Beteiligte \u2013 auf industrieller wie staatlicher Ebene \u2013 treffen, als bislang angenommen. Denn noch lange nicht liegen alle Fakten auf dem Tisch. Mit dem Strafprozess wird die Lawine ins Rollen gebracht \u2013 in Deutschland und in Mexiko.<\/p>\n\n\n\n<p>Holger Rothbauer geht davon aus, dass es \u201ezu einer Anklageerhebung wohl vor der Sonderstrafkammer des Landgerichts Stuttgart kommen d\u00fcrfte\u201c. Allerdings mit erneutem Zeitverzug, denn die Anklage der Staatsanwaltschaft wird vermutlich \u201eerst im Sommer dieses Jahres gefertigt\u201c \u2013 so mein T\u00fcbinger Rechtsanwalt im Interview mit dem <em>DAKS-Kleinwaffen-Newsletter<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17. April 2015 \u2013 Der Tod dankt der Stuttgarter Staatsanwaltschaft!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir fordern Gerechtigkeit!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf lange Jahre sind vergangen seit Erstattung der Strafanzeige gegen Heckler &amp; Koch wegen der illegalen G36-Gewehrlieferungen an Mexiko. In f\u00fcnf langen Jahren hat die zust\u00e4ndige Staatsanwaltschaft zwei Hausdurchsuchungen bei Heckler &amp; Koch und in Privatr\u00e4umen von H&amp;K-Mitarbeitern durchgef\u00fchrt, zweimal unseren Informanten angeh\u00f6rt sowie viele weitere Beteiligte verh\u00f6rt. Die Anklageerhebung steht noch immer aus. Schlimmer noch: Zurzeit ist der zust\u00e4ndige Staatsanwalt Peter Vobiller vom Fall abberufen und f\u00fcr mehrere Monate zur Generalstaatsanwaltschaft abgeordnet. Derweil nimmt das Morden in Mexiko mit G36-Gewehren seinen Lauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende k\u00f6nnten f\u00fcr die H&amp;K-Beteiligten milde Urteile in Form von Geldbu\u00dfen stehen, statt mehrj\u00e4hriger Haftstrafen gem\u00e4\u00df Kriegswaffenkontroll- und Au\u00dfenwirtschaftsgesetz \u2013 dann begr\u00fcndet mit den derweil Jahre zur\u00fcckliegenden Taten. Schlimmer noch w\u00e4re ein Vorgehen wie das im Fall der Augsburger Justiz: Dort wurde der bayerische R\u00fcstungslobbyist Karlheinz Schreiber \u2013 trotz nachweislich millionenschwerer widerrechtlicher Waffengesch\u00e4fte mit Saudi-Arabien \u2013 lediglich wegen Steuerhinterziehung verurteilt, nicht aber wegen illegalen Waffenhandels.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verantwortlichen von Heckler &amp; Koch und der D.C.A.M. feiern den Fr\u00fchling 2015 in Freiheit. Wir wollen diesen Skandal des Verz\u00f6gerns und Verschleppens nicht schweigend hinnehmen. Die Kampagne \u201eAktion Aufschrei \u2013 Stoppt den Waffenhandel!\u201c l\u00e4dt zum Protest ein:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Tod dankt der Staatsanwaltschaft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir geben den Opfern eine Stimme!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir fordern Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer des H&amp;K-Waffeneinsatzes in Mexiko!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Staatsanwaltschaft muss schnellstm\u00f6glich Anklage gegen die T\u00e4ter erheben!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kommen Sie am Freitag, den 17. April 2015 um 15:00 Uhr zur Protestaktion vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Neckarstra\u00dfe 145.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt zur Protestaktion am 17.04.2015:<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, Freiburg, Tel.: 0761-7678208, Mob.: 0170-6113759,<\/p>\n\n\n\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:graesslin@dfg-vk.de\">graesslin@dfg-vk.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Paul Russmann: Tel.: 0711-60 83 96, Mob.: 0176-28 04 45 23,<\/p>\n\n\n\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:orl-russmann@gaia.de\">orl-russmann@gaia.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Roland Blach: Tel.: 0711-51 88 56 01, Mob.: 0177-25 07 286, E-Mail: ba-wue@dfg-vk.de<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt bei rechtlichen Fragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Rechtsanwalt Holger Rothbauer, DEHR-Anw\u00e4lte, \u00d6sterbergstr. 9, 72074 T\u00fcbingen,<\/p>\n\n\n\n<p>Tel.: 07071-1504949, Fax: 07071-31087, E-Mail: <a href=\"mailto:anwaelte@dehr.eu\">anwaelte@dehr.eu<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen siehe <a href=\"http:\/\/www.juergengraesslin.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.juergengraesslin.com<\/a>,<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.aufschrei-waffenhandel.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.aufschrei-waffenhandel.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.dfg-vk.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.dfg-vk.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.rib-ev.de\/\">www.rib-ev.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Artikel von J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, gerade erst f\u00fcr sein Engagement mit dem <a href=\"https:\/\/www.offene-kirche.de\/amos-preis.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AMOS-Preis<\/a> ausgezeichnet, wurde aus Platzgr\u00fcnden gek\u00fcrzt und ist in voller L\u00e4nge in der Zeitschrift \u201e<a href=\"http:\/\/www.zc-online.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zivilcourage<\/a>\u201c erschienen (erste Ausgabe 2015). Die Hintergr\u00fcnde des illegalen Waffendeals sind nachzulesen im \u201eSchwarzbuch Waffenhandel\u201c, S. 441ff.: \u201eMexiko \u2013 illegale G36-Lie\u00adferungen in Unruheprovinzen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das G36 in der Kritik \u2013 Heckler &amp; Koch in der Krise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kritik am Schnellfeuergewehr G36 gibt es seit Jahren. Mal war es der Bundesrechnungshof, der die Beschaffungspraxis des Verteidigungsministeriums thematisierte (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2012-10.pdf\">DAKS-Newsletter 10 \/ 2012<\/a>), mal Berichte aus der Bundeswehr, die die Treffgenauigkeit dieser Waffe in Frage stellten (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2012-05.pdf\">DAKS-Newsletter 05 \/ 2012<\/a>), mal eine Kritik am verwendeten Kaliber und der damit verbundenen mangelhaften Mannstopp-Wirkung des Gewehrs (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2012-11.pdf\">DAKS-Newsletter 11 \/ 2012<\/a>). Konsequenzen im eigentlichen Sinn hatten diese Berichte nicht und die Reaktionen waren ritualisiert: Sobald Kritik am G36 \u00f6ffentlich wurde, sah Heckler &amp; Koch eine Kampagne der \u201ePresse\u201c gegen sich laufen, und gleichzeitig wurde dem Kleinwaffenhersteller die M\u00f6glichkeit gegeben, in bundeswehrnahen Publikationen \u00fcber die eigene Vision der zuk\u00fcnftigen Bewaffnung der Bundeswehr zu berichten (vgl. den Beitrag des HK-Mitarbeiters Marc Roth im <a href=\"http:\/\/www.heckler-koch.com\/no_cache\/de\/unternehmen\/downloads.html?tx_z7simpledownloads[download]=392\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">InfoBrief Heer Januar \/ Februar 2012<\/a>). Die Bundeswehr begann in der Zwischenzeit die Frage zu kl\u00e4ren, wie die Probleme behoben werden k\u00f6nnten. Bereits im Jahr 2013 berichtete der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-prueft-kauf-neuer-sturmgewehre-a-932752.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spiegel<\/a> dar\u00fcber, laut einem internen Vermerk sei \u201edas Kommando Heer\u201c beauftragt worden zu \u201ekl\u00e4ren, ob der Hersteller Heckler&amp; Koch ein verbessertes Produkt liefern kann oder ob gleich ein ganz neues Gewehr entwickelt werden muss\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile, so scheint es, ist auf ministerieller Ebene eine Entscheidung f\u00fcr die Neuanschaffung getroffen worden. Ursula von der Leyen hat in einem <a href=\"http:\/\/www.bmvg.de\/portal\/a\/bmvg\/!ut\/p\/c4\/NYuxDsIwDET_yE6kqgg2SgdYGYCypW0UGTVOZZyy8PEkA3fSG-7p8Iml7DYKTimxW_CBw0SH8QNj3AK8UpayQiSmt3qhHPFeP7OHKbHXSvWsVBjEaRJYk-hSTRYpBmjGwdi-M9b8Y7_7W3M-Ne2u7S_dFdcYjz_-0_J4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pressestatement<\/a> erkl\u00e4rt, die Kritik an der Treffsicherheit des G36 sei berechtigt und nun m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, \u201ewas das mittelfristig f\u00fcr die Truppe bedeutet, n\u00e4mlich die Frage, ob und inwieweit ein neues und anderes Gewehr angeschafft werden muss\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist die Option, das G36 zu modernisieren \u2013 wie sie von Marc Roth in dem erw\u00e4hnten Artikel im InfoBrief Heer vorgeschlagen wurde \u2013 offenbar vom Tisch. Es scheint, als habe die Auswertung der im Afghanistan-Krieg gemachten Erfahrungen ergeben, dass eine einfache Modernisierung des G36 aus Sicht der Bundeswehr nicht gen\u00fcgen wird, um den ver\u00e4nderten Erwartungen der Soldaten gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend an dieser Entwicklung sind zun\u00e4chst lediglich die Reaktionen, die sie hervorgerufen hat. Berechenbar reagierte lediglich Heckler &amp; Koch, insofern die Firma in einer \u201e<a href=\"http:\/\/www.heckler-koch.com\/de\/presse\/detail\/article\/ergaenzende-stellungnahme-von-heckler-koch-zum-pressestatement-der-ministerin-zum-sturmgewehr-g-36.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erg\u00e4nzenden Stellungnahme<\/a>\u201c alle Kritik pauschal als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckwies. Wenn das Verteidigungsministerium jedoch eine Kommission einrichtet, um die Causa G36 aufzukl\u00e4ren, und dazu externe Berater einl\u00e4dt \u2013 die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verteidigungsministerium-nachtwei-leitet-g-kommission-1.2423204?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S\u00fcddeutsche<\/a> berichtete \u2013 oder wenn die Linke gar die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses fordert \u2013 die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/dpa\/linke-fordert-untersuchungsausschuss-zu-g36-13525720.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FAZ<\/a> berichtete \u2013, dann sind diese Reaktionen unerwartet. Zu erkl\u00e4ren sind diese Ver\u00e4nderungen kaum, wenn man nicht unterstellt, dass sich in den vergangenen Jahren der Rahmen ver\u00e4ndert hat, in dem Kleinwaffen in der Bundeswehr wahrgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die enge Kooperation zwischen Heckler &amp; Koch und dem Verteidigungsministerium, die in den vergangenen 60 Jahren gepflegt wurde, scheint sich in einer Krise zu befinden. Sollte es zutreffen, dass Heckler &amp; Koch \u00fcber die Entscheidung von der Leyens, sich die Kritik am G36-Gewehr zu eigen zu machen, erst aus der Presse erfahren hat, und sollte es zutreffen, dass sich die Bundeswehr gegen eine Modernisierung des G36 und f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Neuanschaffung eines Gewehrs entschieden hat, so kann dies tats\u00e4chlich nur als ein Bruch gedeutet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem besteht darin, dass Heckler &amp; Koch derzeit kein Ersatz-Modell entwickelt hat, dass man dem Verteidigungsministerium kurzfristig anbieten k\u00f6nnte. Bedingt wohl auch durch die angespannte Finanzsituation hat der Waffenhersteller in den vergangenen Jahrzehnten keine wirklich neuen Waffenmodelle entwickelt, sondern sich lediglich an Ausschreibungen beteiligt, durch die bestehende Waffenbest\u00e4nde modernisiert werden sollen. Bereits im Jahr 2000 hatte Heckler &amp; Koch eine Vereinbarung mit dem britischen Verteidigungsministerium \u00fcber die \u00dcberarbeitung des Schnellfeuergewehrs SA80 getroffen. Das f\u00fcr die US-Armee entwickelte XM8 basiert auf dem G36-Gewehr, adaptiert dieses jedoch auf die US-amerikanischen Erwartungen. Und das HK416\/417 trat an, um die US-amerikanischen Schnellfeuergewehre M16 und M4 zu modernisieren. All diese Modelle d\u00fcrften f\u00fcr die Bundeswehr nur bedingt interessant sein. Damit ist die Entscheidung gegen das G36 dann jedoch gleichzeitig eine Entscheidung gegen Heckler &amp; Koch.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr HK d\u00fcrfte diese Lage einer Katastrophe gleichen. Das Unternehmen k\u00e4mpft ohnehin schon um das finanzielle \u00dcberleben, der Vertrauensentzug durch das Ministerium d\u00fcrfte in dieser Hinsicht nun fast einem Todesurteil gleich kommen. Die Chancen auf neue Exportvertr\u00e4ge f\u00fcr das G36 sind durch die Kritik der Bundeswehr dramatisch gesunken. Und wenn im Gebaren des Verteidigungsministeriums tats\u00e4chlich die Bereitschaft ausgedr\u00fcckt wird, bei der Neuanschaffung eines Schnellfeuergewehrs auch einen nicht-deutschen Hersteller zum Zuge kommen zu lassen, so bedeutet dies nicht weniger, als dass sich Heckler &amp; Koch in einer Sackgasse befindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im politischen Bereich scheinen sich die Gewichte verlagert zu haben. In dem vorauseilenden Gehorsam, mit dem durch das Verteidigungsministerium eine Kommission eingesetzt wurde, um die Geschehnisse rund um die G36-Beschaffung zu kl\u00e4ren, dr\u00fcckt sich das Bewusstsein aus, dass der Bundestag ein entsprechendes Vorgehen heute nicht mehr unhinterfragt geschehen l\u00e4sst. Kleinwaffen, so scheint es, sind im Bewusstsein der Politik angekommen. Das aber ist tats\u00e4chlich eine neue Situation. Etwaige Produktionsm\u00e4ngel oder die Manipulation von Tests \u2013 von denen etwa die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-04\/g-36-bundeswehr-sturmgewehr-maengel-heckler-und-koch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeit<\/a> berichtet \u2013 m\u00f6gen sich bewahrheiten oder nicht, aber wirklich entscheidend ist, dass der Bundestag derzeit bereit scheint, seine Kontrollfunktion wahrzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sportsch\u00fctzen, Neonazis \u2013 und das Deutsche Waffen-Journal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Deutsche Waffen-Journal (DWJ) ist nach eigener <a href=\"https:\/\/www.dwj.de\/anzeigen\/mediadaten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Darstellung<\/a> \u201eeine der weltweit renommiertesten deutschsprachigen Fachzeitschriften, die sich mit den Themenbereichen Sport-, Jagd- und Dienstwaffen, historische Handfeuerwaffen, Munition, Waffenrecht, Optik und Zubeh\u00f6r befasst\u201c. Gelogen ist dies nicht, denn die Zeitschrift genie\u00dft in Kreisen von Sportsch\u00fctzen tats\u00e4chlich ein gewisses Renommee. Sie erscheint, Monat f\u00fcr Monat, seit mittlerweile 50 Jahren und das in <a href=\"https:\/\/www.dwj.de\/anzeigen\/mediadaten.html?file=tl_files\/mediadaten\/Mediadaten_DWJ.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Druckauflage<\/a> von zuletzt rund 31.000 Exemplaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ist das DWJ f\u00fcr seine politisierende Berichterstattung ber\u00fcchtigt. Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden zog der Chefredakteur des DWJ, Walter Schulz, das Fazit, man m\u00fcsse \u00fcber die Einf\u00fchrung einer Wehrsporterziehung an Schulen nachdenken, um auf diese Weise k\u00fcnftige Amokl\u00e4ufe zu verhindern (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2009-05.pdf\">DAKS-Newsletter 05\/2009<\/a>). Im M\u00e4rz 2012 kritisierte der Presserat einen Kommentar, der sich in der Online-Ausgabe des DWJ fand und sprach eine\u201a <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.presserat.de\/presserat\/news\/pressemitteilungen\/datum\/2012\/\" target=\"_blank\">\u00f6ffentliche R\u00fcge<\/a>\u201a aus:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Der Kommentar setzt sich u. a. mit den Motiven eines Vaters nicht deutscher Herkunft auseinander, der seine Tochter erschossen hat. In diesem Zusammenhang zitiert die Zeitschrift die aus Sicht des Presserats zynische und menschenverachtende \u00c4u\u00dferung eines Dritten: <\/em>,<em>Wahrscheinlich eine kultursensible Erziehungsma\u00dfnahme einer noch nicht ganz so gut integrierten Fachkraft, mit der wir halt leben m\u00fcssen.<\/em>\u2018<em> Die Redaktion nimmt keine kritische Distanz zu diesem Zitat ein. Sie muss es sich daher zurechnen lassen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dass diese Einsch\u00e4tzung des Presserates durchaus zutreffend sein k\u00f6nnte, zeigt ein Blick auf die im DWJ regelm\u00e4\u00dfig beworbenen B\u00fccher (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2014-07.pdf\">DAKS-Newsletter 07\/2014<\/a>). All dies ist seit langem bekannt und bereits 2012 berichtete die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!93918\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">TAZ<\/a> in einem Hintergrundbericht dar\u00fcber, wie in der Zeitschrift in Meinungsbeitr\u00e4gen gegen mutma\u00dfliche Kritiker des privaten Waffenbesitzes polemisiert wird. Trotzdem \u00fcberrascht die Dreistigkeit, mit der in den letzten Monaten im DWJ an verschiedenen Stellen Gedankengut beworben wurde, dass sich deutlich au\u00dferhalb des Rahmens bewegt, der von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes formuliert wird. So forderte Walter Schulz in einem im November 2014 erschienenen Editorial die Aufstellung von B\u00fcrgerwehren. Ausgehend von einer Empfehlung des FBI, Amokl\u00e4ufen dadurch zu begegnen, dass k\u00fcnftig \u201enicht nur Polizei, sondern auch die B\u00fcrger besser ausgebildet und trainiert werden m\u00fcssen\u201c, erinnert er an seinen Vorschlag nach dem Amoklauf von Winnenden:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Ich schlug damals genau das Gleiche vor, gerade f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrerkollegien. Daraufhin wurde ich von linksgr\u00fcnen Aktivisten \u00f6ffentlich bezichtigt, die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrsporterziehung zu fordern. Schon recht realit\u00e4tsblind, oder?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist diese Einlassung, da Walter Schulz damit den seinerzeit im DAKS-Newsletter erhobenen Vorwurf nachtr\u00e4glich einr\u00e4umt. Wehrsporterziehung bzw. die Ausbildung und das Training von Privatpersonen im Umgang mit Schusswaffen, um auf Straftaten zu reagieren \u2013 gerade auch an Schulen und in Lehrerkollegien \u2013, h\u00e4lt er f\u00fcr das Mittel der Wahl. Was er damit formuliert ist jedoch \u00e4u\u00dferst problematisch, erkl\u00e4rt er damit doch die Aufhebung des staatlichen Gewaltmonopols zum Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_20.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art.20 Abs.2 GG<\/a> erkl\u00e4rt, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, dies geschieht jedoch nicht direkt-individuell etwa im Rahmen spontaner Selbstjustiz, sondern mittelbar-institutionell. Die Staatsgewalt \u201e<em>wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausge\u00fcbt.<\/em>\u201c Die Organe der vollziehenden Gewalt sind unter anderem die Polizeien der L\u00e4nder und des Bundes. Indem Walter Schulz die \u00dcbertragung dieser vollziehenden Gewalt auf Privatpersonen vorschl\u00e4gt, fordert er die Aufhebung dieses repr\u00e4sentativen politischen Systems.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit nicht genug, scheint Walter Schulz mit solchen Thesen bei seinen Lesern auf offene Ohren zu sto\u00dfen. In einem in DWJ Dezember 2014 abgedruckten Leserbrief an die Redaktion erkl\u00e4rt \u201eDr. Hermann Berger, per E-Mail\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Wenn jemand fordert, dass zur Eind\u00e4mmung von gef\u00e4hrlichen kriminellen Handlungen neben professionellen Sicherheitskr\u00e4ften auch die rechtstreuen B\u00fcrger konfliktdeeskalierend und waffentechnisch ausgebildet und trainiert werden m\u00fcssen, kann diesem Menschen ausschlie\u00dflich klarer Realit\u00e4tssinn bescheinigt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Schon der Umstand, dass Hermann Berger nicht etwa von der Polizei, sondern von \u201eprofessionellen Sicherheitskr\u00e4ften\u201c spricht, zeigt, dass f\u00fcr ihn die staatlichen, demokratisch legitimierten Organe und Institutionen keine Realit\u00e4t darzustellen scheinen. Und so ist es nur konsequent, wenn er weiterf\u00fchrend erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>[\u2026] es d\u00fcrfte jedem B\u00fcrger, der auch nur mit wenig Vorstellungsverm\u00f6gen ausgestattet ist, dabei klar sein, dass nicht staatliche Sicherheitskr\u00e4fte das Leben und die Gesundheit der von Kriminellen bedrohten Opfer sch\u00fctzen k\u00f6nnen, sondern nur die rechtschaffenen B\u00fcrger am Tatort selbst, weil man schlicht und einfach nicht jedem B\u00fcrger einen pers\u00f6nlichen Schutzpolizisten zuteilen kann. Ebenso selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen sich unbewaffnete Opfer und Helfer nicht wirksam gegen bewaffnete Kriminelle verteidigen [\u2026].\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Leserzuschrift wurde nicht nur in der Dezember-Ausgabe des DWJ abgedruckt, sondern (mit marginalen \u00c4nderungen) auch in die Ausgabe vom Februar 2015 aufgenommen. Die Vermutung scheint naheliegend, dass sich die Redaktion, die den zweimaligen Abdruck eines Leserbriefes beschlie\u00dft, sich die Meinung der Zusendung zu eigen macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die DWJ-Ausgabe November 2014 enth\u00e4lt jedoch noch ein weiteres Schlaglicht auf die politische Geisteshaltung der Redaktion des DWJ. Sie findet sich in einer von Walter Schulz verantworteten Buchbesprechung. Er erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Die Wochenzeitung <\/em>,<em>Junge Freiheit<\/em>\u2018<em> wird gern als <\/em>,<em>rechtspopulistisch<\/em>\u2018<em> oder <\/em>,<em>Organ der neuen Rechten<\/em>\u2018<em> bezeichnet. Diese Bezeichnungen von Seiten der gutmenschelnden K\u00e4mpfer gegen rechts sind objektiv gesehen allerdings nicht haltbar. Die <\/em>,<em>Junge Freiheit<\/em>\u2018<em> ist eine politisch als wertkonservativ zu bezeichnende Zeitung, die in ihren Beitr\u00e4gen und Kommentaren Themen aufgreift, die bei etablierten Medien gerne unter den Teppich gekehrt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das auf diese Weise vorgestellte Buch von Dieter Stein, \u201eF\u00fcr eine neue Nation \u2013 Nachdenken \u00fcber Deutschland\u201c (Berlin: Junge Freiheit Verlag, 2014) kann dabei nicht \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.dwjmedien.de\/epages\/62424437.sf\/de_DE\/?ObjectID=3237387&amp;ViewAction=ViewFaceted&amp;FacetValue_CategoryID=3237387&amp;FacetValue_Manufacturer=Junge+Freiheit&amp;CurrencyID=EUR&amp;CurrencyID=EUR&amp;FacetRange_ListPrice=&amp;FacetRange_ListPrice=\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Webshop<\/a> des DWJ bezogen werden. Andere Publikationen der \u201eJungen Freiheit\u201c \u2013 wie etwa Felix Krautkr\u00e4mers \u201eDas Linke Netz\u201c oder Thorsten Hinzes \u201eDas verlorene Land \u2013 jedoch sehr wohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Das DWJ hat derzeit eine Druckauflage von rund 31.000 Exemplaren und knapp 10.000 Abonnenten. Es ist anzunehmen, dass viele der Leser des DWJ selbst Sportsch\u00fctzen oder J\u00e4ger und damit Waffenbesitzer sind. Weder vom <a href=\"http:\/\/www.dsb.de\/start\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Sch\u00fctzenbund<\/a> noch vom <a href=\"http:\/\/www.jagdverband.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Jagdverband<\/a> sind bisher Stellungnahmen bekannt, die sich vom DWJ distanzieren oder dessen politische Positionierungen problematisieren. Angesichts der Massivit\u00e4t, mit der im DWJ die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage gestellt wird, muss dies mehr als verwundern.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Blick auf die im DWJ beworbenen B\u00fccher und Schriften wurde im DAKS-Newsletter bereits im Juli 2014 die Frage aufgeworfen, ob die DWJ-Redaktion eigentlich vom Verfassungsschutz beobachtet wird (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2014-07.pdf\">DAKS-Newsletter 07\/2014<\/a>). Diese offene Frage kann an dieser Stelle nur wiederholt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heckler &amp; Koch steht nicht nur wegen des G36-Gewehrs in der Kritik \u2013 mehr dazu im neuen Newsletter -, sondern auch wegen angeblich illegaler Waffenexporte nach Mexiko. Vor nunmehr 5 Jahren wurde in diesem Zusammenhang eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Stuttgart erstattet. 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