{"id":1729,"date":"2015-09-29T13:49:00","date_gmt":"2015-09-29T11:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1729"},"modified":"2024-07-19T15:04:06","modified_gmt":"2024-07-19T13:04:06","slug":"daks-newsletter-september-2015-ist-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1729","title":{"rendered":"DAKS-Newsletter September 2015 ist erschienen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Ilegale Lieferungen deutscher Waffen nach Mexiko? Bisher wurde eine solche Geschichte vor allem mit Heckler &amp; Koch in Verbindung gebracht. Pl\u00f6tzlich jedoch werden \u00e4hnliche Vorw\u00fcrfe gegen SIG Sauer erhoben. Und auch \u00fcber den Fall eventuell illegal geliferte Waffen von Walther nach Kolumbien gibt es neue Entwicklungen. Mehr dazu im neuen Newsletter!<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem: Welche Zukunft hat das G36 in der Bundeswehr und durch welche Waffen k\u00f6nnte es eventuell ersetzt werden? \u2013 Auch dazu mehr im Newsletter.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weiterempfehlen: Wenn Sie den Kleinwaffen-Newsletter abonnieren wollen<br>(als kostenlose E-Mail), senden Sie uns einfach eine <a href=\"mailto:daks-news@rib-ev.de?subject=Kleinwaffen-%20Newsletter\">Mail<\/a> mit dem Stichwort<br>\u201eKleinwaffen-Newsletter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DAKS-Newsletter September 2015<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>120 Ausgaben des DAKS-Kleinwaffen-Newsletters: Dank an unsere Unterst\u00fctzerInnen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>10 Jahre und 120 Ausgaben sp\u00e4ter gibt es ihn noch und er gibt Informationen und Meinungen zur Kleinwaffenproblematik: der DAKS-Newsletter. Und dies vor allem, weil es \u00fcber die Jahre Organisationen und Einzelpersonen gab, die uns mit Geld und auch mit inhaltlichen Beitr\u00e4gen unterst\u00fctzt haben. Daf\u00fcr sind wir dankbar und nehmen es als Verpflichtung, weiter \u00fcber die Gesch\u00e4fte der Waffenproduzenten und Waffenh\u00e4ndler zu berichten, genauso wie \u00fcber diejenigen zu sprechen, die mit den Waffen schie\u00dfen. Wichtiger aber noch ist es, denjenigen eine Stimme zu geben, die unter der Kleinwaffen-Schwemme oder besser -Pest leiden, die sich (unter anderem von Deutschland) immer noch weiter \u00fcber die Welt ausbreitet. Verantwortung im politischen und wirtschaftlichen Handeln klagen wir ein! Firmen wie Heckler &amp; Koch, SIG Sauer, Walther und viele andere mehr d\u00fcrfen nicht ungest\u00f6rt ihre t\u00f6dlichen Gesch\u00e4fte betreiben d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten Sie an dieser Stelle dazu aufrufen, neu oder weiter als Unterst\u00fctzerIn dieses Newsletters aktiv zu sein \u2013 ob mit Finanzmitteln, Texten oder konkreten Aktionen vor Ort! Informationen und Aktionen gegen Waffenhandel tun not, wir berichten dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p>Fabian Sieber und Andr\u00e9 Maertens<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>SIG Sauer ist angezeigt: illegale Lieferungen nach Mexiko nachweisbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mexiko: Ein Auftragsm\u00f6rder eines Drogenkartells hatte unter anderem zw\u00f6lf Morde mit einer Waffe der Firma SIG Sauer gestanden. Eine dieser Erschie\u00dfungen wurde sogar von einer \u00dcberwachungskamera gefilmt: der Mord an der Menschenrechtsaktivistin Marisela Escobedo, ver\u00fcbt am 16. Dezember 2010 auf dem Platz vor dem Gouverneurspalast von Chihuahua. Nach der Festnahme des vermutlichen T\u00e4ters fand die Polizei heraus, dass er mit dieser Waffe, einer P239, wohl elf weitere Menschen erschossen hat. Nach erfolgreichen Recherchereisen wurde SIG Sauer Ende August 2015 von J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin und dem Rechtsanwalt Holger Rothbauer bei der Kieler Staatsanwaltschaft angezeigt. Der Vorwurf: illegal Waffen nach Mexiko geliefert zu haben. Die jetzige Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Kiel lautet zus\u00e4tzlich auf Mord, T\u00f6tung der Menschenrechtsaktivistin, da die Firma zumindest billigend in Kauf genommen hat, dass durch die nicht genehmigten Lieferungen u. a. genau der Todeswaffe die Frau get\u00f6tet wurde. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat deshalb auch f\u00fcr beide Delikte jeweils ein Aktenzeichen vergeben (einmal Versto\u00df gegen AWG und einmal wegen Mord, Totschlag). \u2013 F\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/mord-in-mexiko-mit-deutscher-pistole\/a-18688565\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Welle<\/a> berichtete auf der internationalen Ebene Ben Knight.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Pistole von der Eckernf\u00f6rder Firma \u00fcberhaupt nach Mexiko kam, ist wieder einmal ein Indiz daf\u00fcr, dass die deutsche R\u00fcstungsexportkontrolle nicht existiert: Die Firma beruft sich auf die Produktion im US-Bundesstaat New Hampshire und nimmt an, dass die betreffende Waffe von dort nach Mexiko gelangt sei \u2013 und das Unternehmen ist so dreist, sich mit dem unsinnigen Argument zu verteidigen, dass daf\u00fcr keine deutsche Exportgenehmigung n\u00f6tig sei (unsinnig deswegen, weil die US-Tochter zu 100 Prozent dem deutschen Mutterunternehmen geh\u00f6rt). Doch noch ist der Standort der Produktion und damit auch der Lieferweg nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt, J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin nimmt an, dass die Waffe eben doch aus Deutschland kam \u2013 und damit definitiv auf gesetzeswidrige Weise. Er sagt weiter, die Firma habe Urkunden gef\u00e4lscht und gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz versto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dies ist bei weitem nicht die einzige illegale Waffe von SIG Sauer in Mexiko: Im vergangenen Jahr sind anscheinend Tausende solcher Waffen aus den USA ins Land gekommen (die mexikanische Regierung selbst spricht von \u00fcber 7.000 Waffen aus der US-Filiale seit dem Jahr 2000). Mittlerweile hat die deutsche Bundesregierung bzw. das Bundesausfuhramt f\u00fcr Exportantr\u00e4ge von SIG Sauer in Drittstaaten einen Genehmigungsstopp verh\u00e4ngt und die Firma hat von sich aus erkl\u00e4rt, zumindest von der Kriegswaffenproduktion zur\u00fcckzutreten und damit auch vom Export. \u2013 Weitere Vorw\u00fcrfe des Rechtsbruchs gegen diese Firma befassen sich mit Waffenlieferungen nach Kolumbien, Kasachstan und in den Irak. (Aufgrund der Recherchen, die f\u00fcr den ARD-Dokumentarfilm \u201eWaffen f\u00fcr die Welt\u201c von <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/unterhaltung\/film\/themenabend-waffenexporte\/film\/meister-des-todes-interview-harrich-heldenreich-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Daniel Harrich<\/a> get\u00e4tigt wurden, erstatteten J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin und Holger Rothbauer am 21. Februar 2014 Anzeige wegen illegaler Lieferungen nach Kolumbien via USA, woraufhin das Exportverbot durch die BAFA ausgesprochen wurde.)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Mexiko-Gesch\u00e4fte berichteten am 30. August 2015 Thomas Reutter und Daniel Harrich im <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/weltspiegel\/videos\/mexiko-in-falschen-haenden-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weltspiegel<\/a>. Sie hatten Interviews mit MenschenrechtsaktivistInnen in Mexiko gef\u00fchrt und geben einen Einblick in die allt\u00e4gliche Gewalt in Mexiko. Sie weisen darauf hin, dass deutsche Waffenfirmen sowie vermutlich auch mexikanische Beh\u00f6rden ihre Mitverantwortung f\u00fcr die Verbrechen tragen m\u00fcssen \u2013 auch wenn sie dies (noch) ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Illegale-Waffenexporte-nach-Mexiko\/!5224081\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">taz<\/a> berichtete <a href=\"https:\/\/wdvogel.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolf-Dieter Vogel<\/a> ebenfalls am 30.08. \u00fcber diese blutigen Waffengesch\u00e4fte. \u2013 Sehr zu empfehlen: das am 24. September erschienene Buch \u201e<a href=\"https:\/\/wdvogel.wordpress.com\/2015\/09\/01\/1315\/#more-1315\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">TerrorZones<\/a>. Gewalt und Gegenwehr in Lateinamerika\u201c, das sich aus unterschiedlicher fachlicher Perspektive mit der Gewalt in Mexiko befasst. AutorInnen sind Anne Huffschmid, Wolfgang Kaleck, Christian Mihr und Wolf-Dieter Vogel. Herausgegeben wurde der Band, der Analysen, Reportagen und Interviews enth\u00e4lt, u. a. von Anne Huffschmid und Wolf-Dieter Vogel (Verlag: Assoziation A, ISBN 978-3-86241-447-5a, 240 Seiten, 18 Euro). \u201eTerrorZones\u201c zeigt nicht nur die vielen Facetten der extremen staatlichen und parastaatlichen Gewalt in Mexiko und Lateinamerika. Dieses Buch geht auch der Frage nach, wie Menschen unter solchen Bedingungen leben, und wie es ihnen m\u00f6glich ist, neue Gemeinschaften zu bilden und gegen den Terror aufzubegehren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>KMW-Nexter: Die Fusion geht weiter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Bundeskartellamt die Fusion von KMW und Nexter unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten genehmigt hatte (siehe: <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2015-08.pdf\">DAKS-Newsletter 8\/2015<\/a>), steht nun die Pr\u00fcfung nach den Vorgaben des Au\u00dfenwirtschaftsgesetzes an. Ob sich der endg\u00fcltige Zusammenschluss dadurch verz\u00f6gern wird, wie teilweise in der <a href=\"http:\/\/industriemagazin.at\/a\/deutsch-franzoesische-panzerfusion-verzoegert-sich\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Presse<\/a> bef\u00fcrchtet, bleibt jedoch abzuwarten: Auch diese Pr\u00fcfung ist zun\u00e4chst reine Routine, nachdem alle erforderlichen Unterlagen beim zust\u00e4ndigen Wirtschaftsministerium eingegangen sind, wird eine Bearbeitungszeit von etwa einem Monat erwartet. Da die Bundesregierung \u00fcber die Vertragsverhandlungen informiert wurde, scheint auch diese Pr\u00fcfung eher einen Verwaltungsakt, denn ein tats\u00e4chliches Pr\u00fcfungsverfahren darzustellen. Bisher ist es das Ziel, den endg\u00fcltigen Zusammenschluss \u2013 das Inkrafttreten der unterzeichneten Vertr\u00e4ge \u2013 bis Ende des Jahres zu bewerkstelligen. An diesem Zeitplan scheinen derzeit keine \u00c4nderungen erforderlich zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walther-Pistolen in Kolumbien? Die \u201eWelt am Sonntag\u201c berichtet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heinz Krischer hat am 27. September 2015 f\u00fcr die konservative Zeitung \u201e<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/nrw\/article146898234\/Ein-Mordsgeschaeft-mit-Medellin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Welt am Sonntag<\/a>\u201c \u00fcber einen Fall von Waffenhandel berichtet, bei dem Walther, ein Tochterunternehmen der Arnsberger Umarex-Gruppe, illegal Pistolen in das B\u00fcrgerkriegsland Kolumbien geliefert haben soll. Dies hat nun zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gef\u00fchrt. Unter der \u00dcberschrift \u201eEin Mordsgesch\u00e4ft mit Medellin?\u201c ist \u00fcber die Gesch\u00e4ftspraktiken der Firma Walther zu lesen \u2013 etwa vom Jahresbericht 2013, der ein Umsatzplus von nahezu 45 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr benennt, so Krischer. Walther-Pistolen werden von Polizisten in verschiedenen deutschen Bundesl\u00e4ndern eingesetzt, finden sich aber auch weltweit \u2013 in Kriegsgebieten und Krisenregionen. Weiter berichtet der Artikel \u00fcber den Fund von Pistolen dieser Firma in Kolumbien, einem der gef\u00e4hrlichsten B\u00fcrgerkriegsl\u00e4nder seit Jahrzehnten. Pistolen des Typs Walther P99 und Walther P22 seien nach Kolumbien geliefert worden, wird J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, Sprecher der bundesweiten Kampagne \u201eAktion Aufschrei\u201c, zitiert. Bereits letztes Jahr sei Anzeige erstattet worden, nun ermittele die Staatsanwaltschaft in Stuttgart. Krischer weiter: \u201eAuf Anfrage teilt das Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu den Walther-Waffen mit: \u201aGenehmigungen f\u00fcr Waffenlieferungen bzw. der Lieferung von Technologie zum Bau dieser Waffen nach Kolumbien sind seit 1993 nicht erteilt worden.\u2018\u201c Doch auf einer Preisliste des staatlichen kolumbianischen R\u00fcstungskonzerns Indumil aus dem Jahr 2008 sei eine ganze Reihe von Walther-Waffen zu finden. Zitiert wird in dem Bericht ebenfalls Ralf Willinger, Referent f\u00fcr Kinderrechte bei \u201eterre des hommes\u201c, der \u00fcber die Gr\u00e4ueltaten im kolumbianischen Konflikt spricht \u2013 sehr oft wohl auch begangen mit Walther-Pistolen. Derweil weist die Firma eine Schuld zur\u00fcck. Dabei gab es vor einigen Jahren bereits Strafurteile gegen Walther-Mitarbeiter. Gesch\u00e4fte mit Richtung Lateinamerika wurden \u00fcber die Schweiz abgewickelt, etwa nach Guatemala, schreibt Krischer. Und er zitiert abschlie\u00dfend Holger Rothbauer, der die Strafanzeige gegen die Firma Walther bei der Staatsanwaltschaft eingereicht habe: \u201eDie Firma h\u00e4tte im Rahmen der Endverbleibserkl\u00e4rung nach der Au\u00dfenwirtschaftsverordnung das endg\u00fcltige Zielland \u2013 in diesem Fall also Kolumbien \u2013 angeben m\u00fcssen\u201c. Wenn der Waffentransfer \u00fcber die USA gelaufen sei, sei dies \u201eein klar gewolltes und geplantes Umgehungsgesch\u00e4ft\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer illegaler Kleinwaffen-Deal, aus Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Keine Zukunft: Die Bundeswehr beschlie\u00dft die Ausmusterung der G36-Gewehre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als die <a href=\"http:\/\/www.bundeswehr.de\/portal\/a\/bwde\/!ut\/p\/c4\/NYs9E4IwEET_US4p1IFOhkZLKQQaJ8AN3pgP5jxM4483Kdydec3bhRFyg_3QaoVisA56GGaqp6SmtKCyL9nROXyrhCTI-JAnegxwL8c8mGNAKRQMQpkrW4mstsjiitmZs1G0wKBN25iT_sd8q7G7Vt1RH9pLc4PN-_MPSKxqYw!!\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundeswehr<\/a> Ende August bekannt gab, rund 600 Schnellfeuergewehre des Typs G27P\/HK417 und 600 leichte Maschinengewehre des Typs MG4\/HK MG43 beschaffen zu wollen, war klar, dass es sich hierbei nur um eine Zwischenl\u00f6sung \u2013 so etwa die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wegen-praezisionsproblemen-bundeswehr-erhaelt-ersatz-fuer-g-provisorisch-1.2623708\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a> \u2013 handeln kann: Den Soldaten, die an Waffen von Heckler &amp; Koch ausgebildet wurden, wird ein alternatives Gewehr zur Verf\u00fcgung gestellt, das nicht \u00fcber die dem G36 zugesprochenen Probleme verf\u00fcgt, das aber bereits bei der Bundeswehr eingef\u00fchrt ist. Dadurch k\u00f6nnen die Waffen schnell an die im Kampfeinsatz stehenden Soldaten ausgegeben werden und diese m\u00fcssen k\u00fcnftig nicht mehr auf das G36-Gewehr zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt, kaum zwei Wochen sp\u00e4ter, findet diese Einsch\u00e4tzung eine Best\u00e4tigung, insofern nun erkl\u00e4rt wird, dass das G36-Gewehr mittelfristig tats\u00e4chlich ausgemustert werden soll. <a href=\"http:\/\/strategie-technik.blogspot.de\/2015\/09\/individuelle-feuerkraft-kernaspekt-fur.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Strategie und Technik<\/a>, eine einschl\u00e4gig bundeswehrnahe Zeitschrift, formuliert \u00e4u\u00dferst diplomatisch, die Entscheidung, das G36 aus dem Verkehr zu ziehen, habe \u201edie politische F\u00fchrung im Einvernehmen mit der milit\u00e4rischen F\u00fchrung der Bundeswehr\u201c getroffen. Die bereits im Jahr 2010 begonnenen Planungen zur Abl\u00f6sung des G36-Gewehrs treten damit in eine neue Phase: In den kommenden Monaten muss von Seiten der Bundeswehr nicht mehr auf die Ausmusterung des G36-Gewehrs gedrungen werden, stattdessen wird nun ein technischer Forderungskatalog erstellt werden, aus dem hervorgeht, was die neue Waffe alles k\u00f6nnen soll und wie hoch der prognostizierte Bedarf der Bundeswehr sein wird. Bis November sollen diese Planungen abgeschlossen sein. Auf Grundlage dieser Daten wird dann eine Ausschreibung erfolgen, auf die interessierte Unternehmen reagieren k\u00f6nnen. Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt w\u00e4re es blo\u00dfe Spekulation, wie diese neue Waffe aussehen k\u00f6nnte. Es ist jedoch auff\u00e4llig, dass der gesetzte Zeitrahmen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig eng zu sein scheint: Bereits im Jahr 2019 soll das G36 endg\u00fcltig ausgemustert werden und die ersten neuen Waffen ausgegeben werden. Vier Jahre scheinen \u00e4u\u00dferst kurz bemessen, wenn in dieser Zeit ein neues Gewehr entwickelt werden m\u00fcsste. So scheint es zumindest m\u00f6glich, dass geplant ist, den Zuschnitt der neuen Waffe an Hand von bestehenden Modellen zu entwerfen, so dass potentielle Hersteller existierende Typen lediglich modifizieren m\u00fcssten, um sich an der Ausschreibung zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inwiefern Heckler &amp; Koch in der Lage w\u00e4re, sich um das Projekt zu bewerben, ist unklar, da nicht bekannt ist, an welchen Neuentwicklungen HK derzeit arbeitet. Andererseits ist die massive Kritik, die in den vergangenen Monaten auch von Seiten der Bundeswehr an HK ge\u00fcbt wurde, auffallend. Sollte trotz der verschiedenen Vorw\u00fcrfe Heckler &amp; Koch zum Zuge kommen, so w\u00e4re dieser Vorgang in hohem Ma\u00dfe erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Dies gilt insbesondere deshalb, da mit dem geplanten Ausscheiden des G36 die Probleme mit HK-Waffen nicht behoben sind. So verz\u00f6gert sich derzeit die Auslieferung von Maschinengewehren des Typs MG5, da es bei der Abnahme der durch Heckler &amp; Koch hergestellten Waffen zu Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten gekommen sein soll. \u2013 Hierzu berichtet der bundeswehrkritische Blog <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2015\/09\/erneut-probleme-mit-waffen-von-hecklerkoch-mg5-soll-spaeter-kommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Augengeradeaus<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Offene Zukunft: Was kommt nach dem G36?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, das G36-Gewehr auszumustern, kam nicht unerwartet und doch st\u00f6\u00dft der Beschluss in der interessierten Presse auf einiges Unverst\u00e4ndnis. Eckhard Fuhr schrieb f\u00fcr die Welt eine <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kolumnen\/Fuhrs-Woche\/article146308211\/Die-nutzlose-Suche-nach-der-wahren-Wunderwaffe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Glosse<\/a>, deren Titel \u201eDie nutzlose Suche nach der wahren Wunderwaffe\u201c diesen Beitrag zusammenfasst. Der <a href=\"http:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.oberndorf-a-n-heckler-koch-letzter-schuss-fuer-das-g36.1cca1c89-c44e-497f-b526-1b6e5245e7b2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schwarzw\u00e4lder Bote<\/a> gibt zu bedenken, dass die Vorg\u00e4nge, die zur Ausmusterung des G36 gef\u00fchrt haben, wohl nie restlos aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Andererseits sei es zu begr\u00fc\u00dfen, dass sich HK k\u00e4mpferisch zeige und angek\u00fcndigt habe, sich an der neuen Ausschreibung beteiligen zu wollen. Bleibt also alles beim Alten? Ist die Ausschreibung eine Farce, da es gegenw\u00e4rtig keine technisch \u201ebessere\u201c Waffe gibt und Heckler &amp; Koch als unangefochtener Hoflieferant der Bundeswehr ohnehin den Auftrag erhalten wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Gewiss ist eine solche Entwicklung m\u00f6glich. Dennoch scheint es angemessen, die Situation differenzierter zu betrachten. Das G36 ist seit 1997, also seit nahezu zwei Jahrzehnten bei der Bundeswehr im Einsatz. Seine Entwicklung fiel in eine Zeit, in der die Bundeswehr noch keine Armee im Einsatz war \u2013 wie heutigentags \u2013, und seine technischen Spezifikationen richteten sich an den Erfordernissen eines konventionellen Krieges in Mitteleuropa aus. Nicht an internationalen Eins\u00e4tzen in asymmetrischen Kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Waffen-Entw\u00fcrfen, die auf die ver\u00e4nderten Einsatzbedingungen, unter denen die NATO-Armeen k\u00e4mpfen, zu antworten versuchen. Ausl\u00f6ser hierf\u00fcr war eine Ausschreibung des US SOCOM aus dem Jahr 2004, in der Waffenhersteller gebeten wurden, Waffenentw\u00fcrfe einzureichen, die \u00fcber verschiedene Wechselsysteme verf\u00fcgen. Lauf und Verschluss der Waffe sollten dabei mit geringem technischen Aufwand ausgewechselt und durch entsprechende Bauteile in einem anderen Kaliber ersetzt werden k\u00f6nnen. Ein und dieselbe Waffe kann dadurch Munition in verschiedenen Kalibern verschie\u00dfen. Auf relativ hohe Schussdistanzen wie etwa in den Kriegen in Afghanistan und im Irak k\u00f6nnte gro\u00dfkalibrige Munition im Kaliber 7,65 NATO zum Einsatz kommen. Auf k\u00fcrzere Schussdistanzen, wie etwa im H\u00e4userkampf, k\u00f6nnte der einzelne Soldat eine Waffen-Variante im Kaliber 5,56 NATO w\u00e4hlen, wodurch er bef\u00e4higt wird, mehr Munition oder zus\u00e4tzliche Waffen mit sich zu f\u00fchren. Aus milit\u00e4rischer Sicht bietet eine solche Waffe verschiedene Vorteile: Die einzelnen Soldaten m\u00fcssen nicht an verschiedenen Waffen ausgebildet werden, k\u00f6nnen aber faktisch Waffen in verschiedenen Kalibern zum Einsatz bringen; es muss lediglich eine Waffe beschafft werden, die dann jedoch schnell und kosteng\u00fcnstig auf verschiedene Einsatzszenarien hin umgebaut werden kann; und schlie\u00dflich ist sogar der Verwaltungsaufwand geringer, da eine Waffe, mit nur einer Serien-Nummer, faktisch mehrere Waffen in verschiedenen Kalibern repr\u00e4sentieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die belgische Firma FN (vgl. <a href=\"https:\/\/rib-ev.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/DAKS-Newsl-2008-07.pdf\">DAKS-Newsletter 07\/2008<\/a>) setzte sich mit ihrem Entwurf, dem <a href=\"http:\/\/www.fnherstal.com\/primary-menu\/products-capabilities\/rifles\/general\/product\/182\/232\/182\/1\/_\/fn-scarR-l-std.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FN SCAR<\/a> (<em><strong>S<\/strong>pecial Operations Forces <strong>C<\/strong>ombat <strong>A<\/strong>ssault <strong>R<\/strong>ifle<\/em>) durch. Obwohl der Siegerentwurf nicht mehr ganz so ambitioniert ist \u2013 ausgewechselt werden kann nur der Lauf, wodurch zwar unterschiedliche Laufl\u00e4ngen, nicht aber unterschiedliche Kaliber zum Einsatz kommen k\u00f6nnen \u2013, betrat der Entwurf doch technisches Neuland und l\u00f6ste eine Art Innovationsschub aus. Die Beschaffung der Waffe durch das US-Milit\u00e4r weckte auch in den europ\u00e4ischen Armeen gewisse Begehrlichkeiten und verschiedene R\u00fcstungshersteller sahen sich gen\u00f6tigt, auf diese Nachfrage mit eigenen, entsprechenden Entw\u00fcrfen zu reagieren. So pr\u00e4sentierte die italienische Firma Beretta im Jahr 2007 mit dem <a href=\"http:\/\/www.berettaweb.com\/Beretta%20ARX_160\/Beretta_ARX_160_1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ARX 160<\/a> einen Entwurf, der sich eng an dem Konzept anlehnt, wie es im FN SCAR entwickelt wurde. Hier wie dort kann der Lauf der Waffe schnell und ohne bzw. mit geringen Hilfsmitteln ausgewechselt werden, wodurch die Waffe an verschiedene Einsatzszenarien angepasst werden kann. Hinzu kommt, dass Beretta mit dem GLX-160 auch noch eine Granatwaffe entworfen hat, die modular an das ARX-160 angebaut werden kann. Beide Waffen sind aufeinander abgestimmt und k\u00f6nnen sowohl gemeinsam als auch unabh\u00e4ngig voneinander eingesetzt werden. Weitere technische Modifikationen der Waffe scheinen derzeit noch m\u00f6glich, da der endg\u00fcltige Beschluss zur Beschaffung des Gewehrs durch die italienische Armee derzeit noch nicht getroffen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das tschechische Schnellfeuergewehr <a href=\"https:\/\/www.czub.cz\/en\/catalog\/86-law-enforcement-military\/OS-AUT\/CZ_805_BREN_A1.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CZ-805 BREN<\/a> ist in dieser Hinsicht bereits einen Schritt weiter: Nachdem sich der tschechische Hersteller CZ mit seinem 2009 vorgestellten Entwurf in einer Ausschreibung der tschechischen Armee gegen das FN SCAR des belgischen Mitbewerbers durchgesetzt hatte, begann die Beschaffung der Waffe durch das tschechische Milit\u00e4r im Jahr 2011. Auch das CZ-805 BREN ist eine so genannte \u201eMultikaliberwaffe\u201c, deren L\u00e4ufe rasch und mit geringem Aufwand ausgewechselt werden k\u00f6nnen. Der Entwurf scheint auch f\u00fcr Kunden au\u00dferhalb des tschechischen Milit\u00e4rs interessant: Im Jahr 2014 hat die <a href=\"http:\/\/zpravy.aktualne.cz\/ekonomika\/ceska-zbrojovka-doda-mexicke-policii-zbrane-za-180-milionu\/r~651e41a8065b11e4b5820025900fea04\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">mexikanische Polizei<\/a> Waffen dieses Typs im Wert von rund 6,7 Millionen Euro gekauft und es wird kolportiert, <a href=\"http:\/\/www.thefirearmblog.com\/blog\/2013\/05\/28\/egypt-czech-adopts-cz-p-07-duty-pistols-cz-scorpion-evo-iii-smg-cz-805-bren-a1-rifle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00e4gyptische Sicherheitskr\u00e4fte<\/a> h\u00e4tten Interesse an der Waffe ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die US-Firma Colt, die mit ihrem Entwurf f\u00fcr die SCAR-Ausschreibung gescheitert war, hat die damals eingereichte Waffe noch einmal \u00fcberarbeitet und als <a href=\"http:\/\/www.colt.com\/Catalog\/Military\/Products\/ColtModularCarbineCM901.aspx#103867-overview\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CM 901<\/a> im Jahr 2010 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Diese Waffe ist in der Tat in der Lage, verschiedene Kaliber zu verschie\u00dfen, da die Waffe mit geringem Aufwand und innerhalb kurzer Zeit vom Kaliber 5,56 NATO auf das Kaliber 7,62 NATO umger\u00fcstet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.thefirearmblog.com\/blog\/http:\/\/www.thefirearmblog.com\/blog\/2015\/01\/23\/msbs-radon-rifle-us-launch-impressions\/2015\/01\/23\/msbs-radon-rifle-us-launch-impressions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Polen<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.thefirearmblog.com\/blog\/2014\/02\/18\/indias-prototype-mciws-rifle-detail\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Indien<\/a> haben ebenfalls Interesse an entsprechenden Waffen formuliert, die endg\u00fcltige Fertigstellung der Entw\u00fcrfe steht derzeit jedoch noch aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser Entwicklung scheint das G36-Gewehr in der Tat nicht mehr ganz auf der H\u00f6he der technischen Entwicklung zu stehen. Der Entwurf ist 20 Jahre alt und zu einer Zeit entstanden, in der der Adaptierbarkeit von Waffen auf verschiedene Kampfsituationen noch keine Beachtung geschenkt wurde. Die im Rahmen des \u201eKriegs gegen den Terror\u201c gef\u00fchrten K\u00e4mpfe haben das Bewusstsein des Milit\u00e4rs in dieser Hinsicht ver\u00e4ndert und in weiterer Folge zu neuen technischen Entw\u00fcrfen gef\u00fchrt. Es ist wenig \u00fcberraschend, dass die Bundeswehr an dieser Entwicklung Anteil haben und ein neues Standardgewehr einf\u00fchren m\u00f6chte. Die Art und Weise, wie die Beschaffung durchgesetzt wurde, ist jedoch \u00fcberraschend! Und: Es bleibt abzuwarten, ob Heckler &amp; Koch sich tats\u00e4chlich mit einem zeitgem\u00e4\u00dfen Entwurf an der Ausschreibung beteiligen kann. Entsprechende Entw\u00fcrfe sind derzeit nicht bekannt, so dass die Vermutung naheliegt, dass sich das Unternehmen eher mit einem Entwurf auf der Basis des HK 417, das schon heute als G27 bei der Bundeswehr verwendet wird, ins Feld wagen wird. Das Unverst\u00e4ndnis, mit dem auf den Beschluss des Verteidigungsministeriums reagiert wird, ist deshalb nur zu einem Teil gerechtfertigt. Und der Enthusiasmus, mit dem in Oberndorf teilweise auf die zu erwartende Ausschreibung gehofft wird, wird hoffentlich keine weitere Nahrung finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein neuartiges Waffen-Sicherungssystem?: Die Anti-Islamisten-Sicherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Waffensicherungen gibt es mittlerweile viele auf dem Markt: Die <a href=\"http:\/\/www.armatix.de\/Smart-System.778.0.html?&amp;L=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">weitreichendsten Entw\u00fcrfe<\/a> empfehlen komplexe biometrische Sicherungen, um zu garantieren, dass eine Schusswaffe nur von ihrem berechtigten Besitzer verwendet werden kann. Eine v\u00f6llig andere Frage hat sich jedoch der US-amerikanische Waffenhersteller <a href=\"http:\/\/www.spikestactical.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spike\u2019s Tactical<\/a> gestellt. Auch dieser Hersteller von Kleinwaffen sorgt sich um die Sicherheit der von ihm verkauften Systeme. Diese Sorge ist insbesondere deshalb berechtigt, da das Unternehmen neben halbautomatischen Waffen auch Schnellfeuergewehre f\u00fcr den Beh\u00f6rdenmarkt herstellt. Es ist nicht bekannt, dass das US-Milit\u00e4r zu den Kunden von Spike\u2019s Tactical geh\u00f6rt, es scheint jedoch m\u00f6glich, dass im Ausland t\u00e4tige Sicherheitsanbieter \u2013 also S\u00f6ldner-Firmen \u2013 zum Kundenstamm geh\u00f6ren. Das R\u00fcstungsunternehmen stand nun vor der Herausforderung, wie die Kundenzufriedenheit erh\u00f6ht werden kann. Die L\u00f6sung ist einfach: durch eine Waffensicherung, die garantiert, dass das Schnellfeuergewehr von keinem islamistischen Terroristen verwendet wird und deshalb nie gegen seinen Besitzer eingesetzt werden kann. Die \u201eL\u00f6sung\u201c des Unternehmens ist bestechend einfach: In den Magazinschacht der Waffe wird auf der rechten Seite der Bibelvers Psalm 144,1 eingraviert: \u201eGelobt sei der Herr, der mein Fels ist, \/ der meine H\u00e4nde den Kampf gelehrt hat, meine Finger den Krieg.\u201c Und auf der linken Seite ist ein Kreuz in einem Wappenfeld abgebildet, das einem Kreuzritter-Schild verd\u00e4chtig \u00e4hnlich sieht. Eine auf diese Weise christlich gesegnete Waffe, wird wohl von keinem Islamisten auch nur angeschaut, geschweige denn benutzt werden. So die Hoffnung des Herstellers und der K\u00e4ufer. Die Waffe mit dem Namen <a href=\"http:\/\/www.spikestactical.com\/crusader-w12-mlok-dynacomp-2-p-1319.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Crusader<\/a> \u2013 also Kreuzfahrer \u2013 wird f\u00fcr 1395 US-Dollar bzw. rund 1240 Euro angeboten. Potentielle Interessenten m\u00fcssen sich derzeit jedoch leider etwas gedulden, da aufgrund der hohen Nachfrage momentan eine Art Lieferengpass besteht. Die Auslieferung bestellter Waffen verz\u00f6gert sich laut <a href=\"http:\/\/www.spikestactical.com\/crusader-w12-mlok-dynacomp-2-p-1319.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Firmenwebsite<\/a> um etwa zwei Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider handelt es sich bei diesem Produkt nicht um einen geschmacklosen Scherzartikel, sondern um eine reale Waffe, die auf Basis des M4-Systems funktioniert: Kaliber 5,56 NATO, Kadenz etwa 750 Schuss pro Minute, Gewicht (leer) rund 2,5 kg, Laufl\u00e4nge 36,8 cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil das so ist, haben die Konstrukteure von Spike\u2019s Tactical tats\u00e4chlich etwas Wegweisendes entwickelt, denn nun gibt es endlich ein \u201echristliches\u201c \u00c4quivalent zum \u201eSteinzeit-Islam\u201c: Willkommen im Steinzeit-Christentum!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ilegale Lieferungen deutscher Waffen nach Mexiko? Bisher wurde eine solche Geschichte vor allem mit Heckler &amp; Koch in Verbindung gebracht. Pl\u00f6tzlich jedoch werden \u00e4hnliche Vorw\u00fcrfe gegen SIG Sauer erhoben. Und auch \u00fcber den Fall eventuell illegal geliferte Waffen von Walther nach Kolumbien gibt es neue Entwicklungen. Mehr dazu im neuen Newsletter! Au\u00dferdem: Welche Zukunft hat [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1729"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1732,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1729\/revisions\/1732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rib-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}