{"id":1681,"date":"2016-05-14T11:56:00","date_gmt":"2016-05-14T09:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1681"},"modified":"2024-07-19T15:03:51","modified_gmt":"2024-07-19T13:03:51","slug":"stuttgarter-friedenspreis-an-rib-vorsitzenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rib-ev.de\/?p=1681","title":{"rendered":"Stuttgarter Friedenspreis an RIB-Vorsitzenden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Stuttgarter FriedensPreis 2016 geht an den R\u00fcstungsgegner und RIB-Vorsitzenden J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin \u201eR\u00fcckenwind f\u00fcr Engagement gegen menschenverachtende R\u00fcstungsexportpolitik\u201c<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00fcstungsgegner und RIB-Vorstzende J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin erh\u00e4lt den Stuttgarter FriedensPreis 2016 der AnStifter. Dies ist das Ergebnis nach zwei Abstimmungsrunden unter den Mitgliedern der Stuttgarter AnStifter. Auf den weiteren Pl\u00e4tzen folgen: Theodor Bergmann (Zeitzeuge), Seawatch (Gefl\u00fcchtete in Seenot), \u00c4rzte ohne Grenzen und Leyla Zana (kurdische Menschenrechtsaktivistin).<\/p>\n\n\n\n<p>Verliehen wird der 14. Stuttgarter FriedensPreis im Rahmen der FriedensGala der AnStifter am 10. Dezember 2016, 17.00 Uhr, im Theaterhaus Stuttgart.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, geboren 1957 in L\u00f6rrach, ist Lehrer und Friedensaktivist. Im Rahmen seiner politischen T\u00e4tigkeit ver\u00f6ffentlichte er zahlreiche Sachb\u00fccher zu R\u00fcstungsindustrie und Bundeswehr. Gr\u00e4sslins Engagement, z.B. gegen die illegalen Waffenlieferungen des Unternehmens Heckler&amp;Koch brachte ihm eine beachtliche mediale Aufmerksamkeit. Er ist in der gesamten Republik als \u201eLehrer\u201c und \u201eVorleser\u201c unterwegs und leistet seit 30 Jahren wagemutigen Widerstand gegen die deutsche R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Anlass der Verleihung des Preises erkl\u00e4rte J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Wahl zum Tr\u00e4ger des Stuttgarter FriedensPreises 2016 freut mich wirklich sehr; ich empfinde diese Anerkennung als eine gro\u00dfe Ehre! Von Herzen danke ich den AnStiftern und all denjenigen, die mir ihre Stimme gegeben haben und damit unser Engagement gegen die menschenverachtende R\u00fcstungsexportpolitik der Bundesregierung st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem R\u00fcckenwind des diesj\u00e4hrigen Stuttgarter FriedensPreises will ich mich mit aller Kraft daf\u00fcr einsetzen, dass der illegale G36-Waffendeal mit Mexiko seitens Heckler &amp; Koch (H&amp;K) in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und dem Bundesausfuhramt (BAFA) vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rt wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Daniel Harrich, Danuta Harrich-Zandberg und ich haben auf der Basis von Insiderdokumenten im Enth\u00fcllungsbuch \u201aNetzwerk des Todes. Die kriminellen Verflechtungen von R\u00fcstungsindustrie und Beh\u00f6rden\u2019 die massive Mitverantwortung von Vertretern der staatlichen R\u00fcstungsexportkontrollbeh\u00f6rden umfassend aufgezeigt und der Staatsanwaltschaft Stuttgart zahlreiche Dokumente zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorgehen dieser Staatsanwaltschaft ist in doppeltem Sinne skandal\u00f6s: Ungeachtet der vorliegenden Insiderdokumente wurden gegen die Mitverantwortlichen des BMWi und der BAFA nicht einmal Ermittlungen eingeleitet. Nach f\u00fcnfeinhalb Jahren wurde einzig Anklage gegen vormalige H&amp;K-Mitarbeiter erhoben. Nur wenige Monate nach Erscheinen des Netzwerk-des-Todes-Buches haben die Staatsanwaltschaft Stuttgart dagegen Vorermittlungen und die Staatsanwaltschaft M\u00fcnchen Ermittlungen gegen uns drei Buchautor\/innen in die Wege geleitet. Der Vorwurf lautet auf Verdacht der Ver\u00f6ffentlichung verbotener Mitteilungen \u00fcber Gerichtsverhandlungen gem\u00e4\u00df \u00a7 353d Strafgesetzbuch.<\/p>\n\n\n\n<p>Nunmehr droht dem Tr\u00e4ger des Stuttgarter Friedenspreises 2016 wom\u00f6glich eine Haftstrafe. Ich verstehe die Preisverleihung als ein st\u00e4rkendes Signal im Einsatz f\u00fcr die Gerechtigkeit der Opfer deutscher Waffenexporte und f\u00fcr die grundgesetzlich verbriefte Presse- und Meinungsfreiheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den 14. Stuttgarter FriedensPreis der AnStifter waren 25 Vorschl\u00e4ge eingegangen. In zwei Wahlg\u00e4ngen wurde nun entschieden, wer die Auszeichnung in diesem Jahr erhalten soll. Bis zum 28. April hatten die Mitglieder der AnStifter zun\u00e4chst Gelegenheit die drei Vorschl\u00e4ge mit den meisten Chancen herauszufiltern. In einem weiteren Wahlgang, der bis zum 13. Mai lief, wurde unter diesen Vorschl\u00e4gen entschieden, wer den Preis erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forderung nach Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit,&nbsp;nach Gerechtigkeit, ohne die es keinen Frieden gibt:&nbsp;Das ist die Agenda der AnStifter, mit der sie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aufrufen, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den \u201eStuttgarter FriedensPreis\u201c zu machen. Ausgezeichnet werden Pers\u00f6nlichkeiten, Verb\u00e4nde oder Initiativen, die sich im Namen der Menschenw\u00fcrde f\u00fcr Freiheit, Recht, Gerechtigkeit einsetzen, die Machtmissbrauch aufdecken, die ermutigende, motivierende Vorbilder f\u00fcr die Gesellschaft sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgarter FriedensPreis 2016 geht an den R\u00fcstungsgegner und RIB-Vorsitzenden J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin \u201eR\u00fcckenwind f\u00fcr Engagement gegen menschenverachtende R\u00fcstungsexportpolitik\u201c Der R\u00fcstungsgegner und RIB-Vorstzende J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin erh\u00e4lt den Stuttgarter FriedensPreis 2016 der AnStifter. Dies ist das Ergebnis nach zwei Abstimmungsrunden unter den Mitgliedern der Stuttgarter AnStifter. 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